Was die deutsche Automobilindustrie betrifft, geht das Institut für Wirtschaftsforschung davon aus, dass die „immense Unsicherheit in der Branche“ in näherer Zukunft nicht zurückgehen dürfte (Bild: Mercedes-Benz)

Keine Entwarnung, aber bessere Stimmung in der Automobilindustrie

Laut dem vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) allmonatlich erhobenen Geschäftsklimaindex für die Automobilindustrie hat sich die Stimmung in der Branche im Oktober deutlich verbessert. Der zugehörige saisonbereinigte Indexwert für den zurückliegenden Monat liegt zwar nach wie vor unterhalb der Nulllinie, allerdings „nur“ bei minus 4,1 Zählern im Vergleich zu minus 33,2 Punkten noch im September. Die Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage demnach besser als im Vormonat und sähen auch den kommenden Monaten weniger pessimistisch entgegen, so das Ifo. „Von Entwarnung in der Automobilindustrie kann jedoch keine Rede sein, denn die starken monatlichen Schwankungen im Geschäftsklima deuten auf eine sehr hohe Unsicherheit in der Branche hin“, sagt Ifo-Fachreferentin Anita Wölfl. Sie erwartet zudem, dass die Entwicklung im Oktober nur ein kurzes Aufatmen gewesen ist.
Der Fehlbetrag für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres hat sich zwar weit mehr als halbiert, dennoch entwickelte sich Goodyears operatives Geschäft im Berichtszeitraum schwach (Bild: NRZ/Arno Borchers)

Negativtrend bei Goodyear auch in EMEA, dies aber auf besserem Niveau

Das wirklich Positive an dem gestern Abend von Goodyear präsentierten Neunmonatsbericht: Der Fehlbetrag für die Zeit von Januar bis einschließlich September hat sich weit mehr als halbiert, obwohl am Ende des Berichtszeitraums immer noch ein Fehlbetrag von knapp 700 Millionen US-Dollar (minus 615 Millionen Euro) zu Buche schlägt steht. Das operative Geschäft entwickelte sich derweil schwach bei dem US-amerikanischen Reifenhersteller. Während der Umsatz weltweit um 5,2 Prozent nachgab, verkaufte Goodyear in den ersten neun Monaten des Jahres gleichzeitig auch 6,3 Prozent weniger Reifen. Daraus ergibt sich die Halbierung des Betriebsergebnisses sowie der Umsatzrendite, die per Ende September nun bei nur noch 2,4 Prozent steht.
Einsätze „vor der Wand“, also dort, wo der gesprengte Stein im Haufen liegt, sind extrem reifenverschleißende Einsätze; Schutzketten erhalten hier die teuren Investitionsgüter Reifen (Bild: NRZ/Arno Borchers)

Vom Anwender zum Dienstleister – Pescher-Gruppe entwickelt sich mit Rocworks weiter

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Dass Reifen absolut schützenswerte Investitionsgüter sind, wissen insbesondere Anwender mit herausfordernden Einsatzbedingungen. Dazu zählen Recyclingbetriebe genauso wie Steinbrüche. Während die allermeisten Unternehmen in diesen Branchen in Sachen Reifen und Reifenschutz auf die Expertise ihrer Lieferanten und Dienstleister vertrauen, ist das Wuppertaler Unternehmen Pescher Beteiligungen vor zwölf Jahren bewusst einen anderen Weg gegangen und hat sich mit der Gründung von Rocworks vom reinen Anwender zum Vertriebspartner für Reifenschutzketten und RDK-Systeme im OTR-Bereich weiterentwickelt. Im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG erläutert Axel Führer, Technischer Leiter der Pescher-Gruppe, warum und wie man diese Entwicklung vollzogen hat.

Button NRZ Dieser Beitrag ist außerdem in der Oktober-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG erschienen, die hier als E-Paper erhältlich ist. Sie sind noch kein Leser? Kein Problem. Das können Sie hier ändern.
Das in Venlo/Niederlande ansässige Unternehmen Humby versteht sich nicht „nur“ als Anbieter von Lagerfläche für die Branche, sondern vor allem als solcher von Dienstleistungen, die speziell auf die besonderen Anforderungen bzw. die Praxis in der Reifenlogistik zugeschnitten sind (Bild: Humby)

Reifenlogistiker Humby auf Expansionskurs

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Im Jahr 2018 hat Lars Hanssen das Reifenlogistikunternehmen Humby in Venlo (Niederlande) gegründet. Dabei verfolgte er eigenen Worten eine klare Vision: Der Branche nicht nur Lagerfläche anbieten, sondern Dienstleistungen, die speziell auf die besonderen Anforderungen bzw. die Praxis in der Reifenlogistik zugeschnitten sind. Dabei konnte 37-Jährige auf Know-how aus erster Hand zurückgreifen, hatte er seine berufliche Karriere doch bei dem Großhändler Euro-Tyre begonnen. Als sein früherer Arbeitgeber beschloss, sein damaliges Lager in Venlo zu schließen, wagte er basierend auf seinen Schritt für Schritt dort gesammelten praktischen Erfahrungen den Schritt in die Selbstständigkeit. „Als das Lager von Euro-Tyre geschlossen wurde, habe ich erkannt, dass der Bedarf an spezialisierter Lagerung und Logistikdienstleistungen in der Reifenbranche nicht verschwinden würde. Im Gegenteil. Ich sah darin die Chance, auf Grundlage meiner Erfahrung etwas Neues aufzubauen. Diese Chance wurde Humby“, erklärt der selbst auch aus Venlo stammende Geschäftsführer Hanssen. Heute steht sein Unternehmen vor der nächsten Phase der Entwicklung mit einem neuen 30.000 Quadratmeter großen Standort auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Lagers, mit dem für ihn alles begann.
Die Essen Motor Show bietet gerade für Reifenmarken ein enormes Potenzial, beschäftigt sich die Zielgruppe der Messe doch intensiv mit Fahrverhalten, Performance, Sicherheit und natürlich auch mit der Optik ihres Fahrzeugs, sagt Ralf Sawatzki, Projektleiter der Essen Motor Show (Bild: Schuchrat Kurbanov; Messe Essen)

„Essen Motor Show bietet gerade Reifenmarken ein enormes Potenzial“

Vom 28. November bis zum 6. Dezember (Preview Day: 27. November) findet in Essen wieder die Motor Show statt. Was erwartet die Besucher Neues, was vom Bewährten bleibt? Und welche Rolle spielen dabei Räderhersteller für die Großveranstaltung,…

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Der Bridgestone Blizzak 6 verbindet zuverlässige Winterperformance mit hoher Laufleistung und Effizienz (Bild: Bridgestone)

Gut vorbereitet durch die Winterreifen-Saison

Wenn die Temperaturen sinken und Nässe, Schnee oder Eis die Straßenverhältnisse verändern, kommt es auf die richtige Bereifung an. Wer rechtzeitig auf Winterreifen wechselt, ist auf die wechselnden Bedingungen der kalten Jahreszeit vorbereitet.…
Hakan Yalniz, Geschäftsführer von Petlas sprach während seines Vortrages unter anderem über Investitionen und Wachstum, Produktvielfalt und grüne Energie (Bild: Petlas)

Petlas feiert Jubiläum: 50 Jahre Wachstum und Innovation

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Der türkische Reifenhersteller Petlas feierte Ende September sein 50-jähriges Jubiläum im Firmeneigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum (R&D Centre) im türkischen Kırşehir. Der Jubilar war schon immer ein einflussreicher Akteur in der Türkei wie auch in den umliegenden Regionen. Doch besonders das Engagement der AKO-Gruppe – ein breit aufgestellter Automobilzulieferer und Industrieproduzent mit Schwerpunkt auf Reifen, Felgen und Batterien sowie Muttergesellschaft von Petlas – steht für ein rasantes Wachstum, das bis heute anhält. „2005 war der eigentliche Meilenstein für Petlas“, erklärte Hakan Yalnız, Geschäftsführer von Petlas, im Rahmen der Feierlichkeiten. „Vor 2005 war die Fabrik 165.000 Quadratmeter groß, heute sind es 500.000 Quadratmeter .“ Das sei das Ergebnis von Investitionen in Höhe von mehr als 800 Millionen US-Dollar (rund 712 Millionen Euro), so Yalnız weiter.
Mit der Sortimentserweiterung für das Jahr 2026 wird die Galaxy-Multi-Tough-Serie für Kompaktmaschinen durch fünf neue Größen mit Stahlgürtel ergänzt (Bild: Galaxy)

Galaxy erweitert ihr Multi-Tough-R-4-Sortiment

Galaxy hat sein Multi-Tough-R-4-Sortiment um fünf neue stahlgürtelverstärkte Größen für Kompaktmaschinen erweitert, teilte das Traditionsunternehmen jetzt mit. Die Produktreihe richte sich an Anwender, die ein einziges Profilkonzept benötigen, um häufige Wechsel zwischen hartem Untergrund, Straßen und weicheren Arbeitsflächen zu bewältigen. Die Stahlgürtelkonstruktion der Serie erhöhe die Tragfähigkeit und verbessere zudem die Widerstandsfähigkeit gegen Durchstiche und Karkassenbeschädigungen. Das nicht richtungsgebundene R-4-Profil biete eine ausgewogene Leistung für den Einsatz auf der Straße und im Gelände sowie Traktion in beide Fahrtrichtungen.
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Der Alcoa-Mutterkonzern Howmet Aerospace konnte seine umsatz- und ertragsseitige Erfolgsgeschichte auch im dritten Quartal des laufenden Jahres fortschreiben (Bild: NRZ/Arno Borchers)

Alcoa-Mutterkonzern Howmet Aerospace auch im dritten Quartal hochprofitabel

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Der Alcoa-Mutterkonzern Howmet Aerospace war auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hochprofitabel. Wie das in Pittsburgh (Pennsylvania/USA) ansässige Unternehmen berichtet, lag der Quartalsumsatz der Sparte Forged Wheels, also Schmiederäder, bei 327 Millionen US-Dollar (293 Millionen Euro) und damit 32 Prozent über dem Vorjahresquartal, während das bereinigte EBITDA bei 86 Millionen Dollar (77 Millionen Euro) lag, was wiederum einem Plus von 18 Prozent und einer Marge von 26,3 Prozent (Vorjahresquartal: 29,6 Prozent) entspricht.