Wolf in Vorstand berufen, anteiliger Gehaltsverzicht, niedrigere Dividende bei Conti

Die Continental AG bzw. deren Vorstand und Aufsichtsrat geben eine Reihe von Neuerungen rund um den Konzern bekannt. Dazu gehört ein neues Vorstandsmitglied genauso wie ein einheitliches Vergütungsmodell für Führungskräfte und Vorstand, eine künftig Festvergütung für Aufsichtsratsmitglieder, die vor dem Hintergrund der Corona-Krise analog zum Vorstand des Unternehmens anteilig auf Fixgehalt verzichten wollen, sowie eine verringerte Dividendenzahlung für das abgelaufene Geschäftsjahr. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten sollen nun drei statt bisher vier Euro pro Aktie ausgeschüttet werden. Damit liegt die prozentuale Verringerung gegenüber der Vorjahresdividende mit rund 37 Prozent nunmehr in der gleichen Größenordnung wie das Minus bei dem für die Mitarbeiter gezahlten außerordentlichen Bonus. „In dieser herausfordernden Situation ist eine starke Kapitalausstattung sowie eine ausreichend hohe Liquidität das oberste Gebot. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Erwartungen aller Bezugsgruppen des Unternehmens angemessen zu berücksichtigen“, erklärt der Continental-Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Reitzle. Gleichzeitig begrüßt er die Bestellung von Andreas Wolf, CEO der jetzt Vitesco Technologies heißenden Antriebssparte des Konzerns, zum Mitglied des Vorstands der Continental AG. Dies mit Wirkung zum 3. Juni und für die Dauer von drei Jahren, wobei das Mandat aber bei Vollzug des geplanten Spin-offs der Antriebssparte innerhalb dieses Zeitraums vorzeitig abläuft. cm

Die Eurofit Group, der Hidden Champion der Komplettradmontage

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Per Definition sind sogenannte Hidden Champions Unternehmen, die in der breiten Öffentlichkeit, teilweise sogar in ihrem weiteren Marktumfeld, kaum bekannt sind, obwohl sie dennoch zu den Marktführern in ihrer jeweiligen Branche zählen. Perfekt in diese Beschreibung hinein passt das Unternehmen Eurofit Group. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Zaventem bei Brüssel produziert im Jahr in 18 Werken auf drei Kontinenten fast 26 Millionen Kompletträder für Erstausrüstungskunden. Dieser Output steht für mehr als die Hälfte des deutschen Ersatzmarktvolumens an Consumer-Reifen. Aber das Unternehmen, das in Deutschland allein fünf Werke betreibt, ist noch aus einem anderen Grund ein echter Hingucker, haben es doch 1996 Continental und Michelin – grundsätzlich Wettbewerber im Reifenmarkt – gemeinschaftlich und zu gleichen Teilen gegründet. Bei einem Besuch im „Flaggschiffwerk Böblingen“ nahe Stuttgart zeigte sich, wie diese Zusammenarbeit funktioniert, und zwar gut funktioniert, und mit welchem Geschäftsmodell die Eurofit Group innerhalb eines Vierteljahrhunderts zum Weltmarktführer unter den Komplettradproduzenten aufgestiegen ist.

 Dieser Beitrag ist in der April-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG erschienen, die Sie hier auch als E-Paper lesen können. Sie sind noch kein Leser? Kein Problem. Das können Sie hier ändern.

Betrügerische Reifengeschäfte im Visier der Finanzbehörde

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Mittels der „Operazione Gomme da Arresto“ hat die Guardia di Finanza von Vicenza (Italien) eine Beschlagnahme/Sicherstellung in Höhe von fast elf Millionen Euro bei den vermuteten Drahtziehern hinter betrügerischen Reifengeschäften veranlasst.…

Insolvenzverwalter übergibt Autoteilehändler ATP an Investor

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Mit nunmehr 250 und damit rund 150 weniger Beschäftigten als zuvor ist die Zukunft des insolventen Onlineteilehändlers ATP (Autoteile Pöllath) nun offenbar gesichert. Denn der Insolvenzverwalter Volker Böhm von Schultze & Braun hat den Geschäftsbetrieb des Unternehmens an den Investor – die Swiss Automotive Group AG (SAG) mit Sitz in Cham/Schweiz – übergeben können. Zum Kaufpreis werden nach wie vor keine Angaben gemacht, wurde zu diesem Thema doch Stillschweigen vereinbart. Der Vertrag über den Erwerb des Betriebes und den dazugehörigen Assets des Internethändlers ist demnach am 31. Mai vollzogen worden, der insofern mit wirtschaftlicher Wirkung zu eben diesem Stichtag auf eine SAG-Tochtergesellschaft überging, nachdem die zuständigen Kartellbehörden der Übernahme ihren Segen gegeben haben. cm

Hilfe für vom Schweizer ATU-Konkurs betroffene Einlagerungskunden

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Als der Konkurs von ATU Schweiz bekannt wurde, stellte sich unter anderem die Frage, wie Kunden an die in einer der dortigen sechs Filialen eingelagerten Räder gelangen können. In diesem Zusammenhang berichten die zu Continental gehörenden Schweizer Reifenhandelsketten Pneu Egger und Adam Touring von insgesamt 6.500 Rädern, um die es dabei gehe. Denn zusammen mit dem Konkursamt haben sie eigenen Worten zufolge eine Lösung für die ATU-Kunden entwickelt, die ihnen ab sofort wieder einen uneingeschränkten Zugang auf ihre Räder ermögliche. Da besagte sechs Filialen der Werkstattkette in der Schweiz geschlossen sind, sollen ehemalige ATU-Kunden nun von den nächstliegenden Pneu-Egger- und Adam-Touring-Betrieben betreut werden. Seit Anfang Juni würden ihnen dort auf Wunsch ihre Räder „ausgehändigt, fachmännisch montiert oder auch jederzeit weiterhin eingelagert“. cm

RDKS: Neuer „UniSensor2“ mit Beinamen SNAMP bald bei RTS erhältlich

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Als Vertriebs- und Entwicklungspartner der taiwanesischen Cub Elecparts Inc. in Sachen Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) wollte die Räder Technik Service GmbH (RTS) aus Vettweiß bei der eigentlich für dieses Jahr angesetzten „Tire Cologne“ eine komplette Neuentwicklung präsentieren. Wäre die Messe aufgrund der Corona-Pandemie nicht auf 2021 verschoben worden, hätten die Besucher vor Ort in Köln bei RTS nicht nur mehr zur Digitalisierung von Komplettraddaten im Nutzfahrzeuggewerbe mittels des Programmier- und Diagnosegerätes „Truck Sensor AID 4.0“ bzw. die drahtlose Übertragung erfasster Daten via Cloud in die eigene Warenwirtschaft erfahren, sondern vor allem die Premiere des komplett neu entwickelten „UniSensor2“ erleben können. Gegenüber seinen Vorgängermodellen soll er kleiner, leichter, montagefreundlicher sowie flexibler in der Handhabung sein. Laut RTS trägt Cubs neueste zu Beginn der zweiten Jahreshälfte lieferbare Sensorgeneration bei alldem den Beinamen SNAMP. Das aus den Begriffen Snap und Clamp gebildete Kunstwort/Akronym weist darauf hin, dass der neue „UniSensor2“ sowohl mit Clamp-in- als auch mit Snap-in-Ventilen ausgerüstet und bestellt werden kann. Oder anders formuliert: Durch eine identische Aufnahme am Sensor ist es nicht nur möglich, ihn mit Clamp-in-Aluminiumventilen dreier verschiedener Farben (Silber, Grau, Schwarz) oder eben einem Clamp-in-Gummiventil zu kombinieren, sondern auch, bei Bedarf das Ventil zu tauschen. cm [caption id="attachment_214245" align="aligncenter" width="580"] Die in Silber, Grau oder Schwarz erhältlichen Clamp-in-Ventile weisen die bereits bekannte Mehrfachbeschichtung ihrer Vorgänger auf, um sie so weitgehend resistent gegen äußere Umwelteinflüsse und Streusalz zu machen. Des Weiteren sind sie mit einer Schnellmontageüberwurfmutter ausgerüstet, bei der die Schraubhülse für eine schnelle Montage über die Ventilkappe passt (Foto: RTS)[/caption]

Stellenstreichungen: Vredestein-Betriebsrat in Enschede fehlt „Vertrauen“ in Management

Nachdem Apollo Tyres vor drei Monaten mitgeteilt hatte, in seinem Reifenwerk im niederländischen Enschede innerhalb der kommenden 24 Monate jede zweite der insgesamt 1.500 Stellen streichen zu wollen, wehrt sich der Betriebsrat vor Ort weiterhin vehement gegen die Pläne. Lokalen Medienberichten zufolge habe die Arbeitnehmervertretung am Freitag „ihr Vertrauen in die Geschäftsführung zurückgezogen“.

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Goldman Sachs hebt das Kursziel der Continental-Aktie leicht an

Goldman Sachs hat das Kursziel für die Continental-Aktie von 72 auf 75 Euro angehoben, die Einstufung dabei aber auf „Neutral“ belassen. Die US-Investmentbank habe zwar ihre Schätzungen für das operative Ergebnis des Automobilzulieferers…