Das Spezialchemieunternehmen Orion S.A. hat eine Preiserhöhung von bis zu 25 Prozent und die Einführung eines variablen Aufschlags für alle Kunden des Segments Spezialchemikalien bekannt gegeben. Davon betroffen ist nicht zuletzt der von dem Anbieter für die Verwendung in Reifen gelieferte Ruß. „Diese Maßnahme ist aufgrund steigender Kosten, Unterbrechungen der Lieferkette und volatiler Rohstoffpreise, die hauptsächlich mit dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten zusammenhängen, erforderlich“, erklärt der Anbieter die Maßnahme, wobei die Preiserhöhung und die neuen Aufschläge seinen Worten zufolge sofort oder gemäß den jeweiligen Vertragsbedingungen in Kraft treten. Mit ähnlicher Begründung hebt auch die Wacker Chemie AG die Preise für ihre Polymerprodukte (Dispersionen, Harze, Polymerpulver) zum 1. April an. Und das „deutlich“, wie es mit Verweis auf die „erheblichen Störungen in den globalen Lieferketten und damit (…) deutlich erhöhten Kosten für Rohstoffe und Logistik“ als Folge des militärischen Konfliktes im Nahen Osten heißt. Vor Kurzem erst hatte der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) davor gewarnt, dass die neue geopolitische Krise das Potenzial habe, die Gummiwertschöpfungskette hierzulande „vor existenzielle Herausforderungen zu stellen“, wie
dessen Präsident Michael Klein es formulierte.