Im Namen der von ihm vertretenen
mehr als 200 Branchenunternehmen mit in Summe mehr als 60.000 Beschäftigten und einem Gesamtjahresumsatz von zuletzt knapp 10,5 Milliarden Euro kritisiert der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK), dass die EU-Kommission mit weiteren Ausnahmen in Sachen der
Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten EUDR (European Union Deforestation Regulation) ihre eigenen Umweltziele untergrabe und zugleich der europäischen Kautschukindustrie schade. Demnach sind
nach zuvor schon runderneuerten Reifen seitens der Politik – wie es heißt – „völlig überraschend“ Mitte Juli zwei Warengruppen aus dem Anwendungsbereich der EUDR gestrichen worden: Förderbänder, Antriebsriemen oder Riemen aus vulkanisiertem Kautschuk sowie sonstige Waren aus vulkanisiertem Kautschuk. Warum ist das, was dem WdK zufolge damit begründet wurde, dass diese Erzeugnisse häufig nur geringe Mengen Naturkautschuk enthielten, ein Problem? Erstens sei die Erklärung der EU-Kommission sachlich nicht zutreffend, erklärt dazu
WdK-Präsident Michael Klein, wobei er zweitens noch ergänzt, dass „damit dem Import von vergleichbaren Fertigwaren aus China und anderen Drittstaaten unnötig Tür und Tor“ geöffnet werde. Denn entsprechende Produkte könnten nun ohne EUDR-Nachweispflichten in die Europäische Union eingeführt werden.