Im Nachgang zu
seinem aktuellen Sommerreifentest empfiehlt der ADAC, bei einem anstehenden Kauf zu einem Produkt zu greifen, das dort möglichst ausgewogene Leistungen über alle Kriterien gezeigt hat. Zumal das
EU-Reifenlabel allein kein Maßstab für die Auswahl eines Reifens sei. „Selbst Reifen mit einem ‚B‘- oder ‚C‘-Nasslabel können im Test mangelhafte Leistungen zeigen“, wie der Klub seine Sicht der Dinge begründet. Zugleich wird Verbrauchern dazu geraten, nach der Entscheidung für ein Modell einen Blick auf das Produktionsdatum bzw. die
DOT-Nummer auf der Reifenflanke zu werfen, deren letzte vier Stellen bekanntlich die Kalenderwoche und das Jahr der Herstellung anzeigen. Wobei der ADAC
nicht zum ersten Mal empfiehlt, beim Kauf auf möglichst junge Reifen zu achten, die idealerweise nicht älter als zwei Jahre sind. „Hintergrund ist, dass Reifenhersteller ihre Modelle regelmäßig weiterentwickeln und teilweise jede Saison kleinere Verbesserungen einfließen lassen. Ein jüngerer Reifen bietet daher nicht nur die bestmögliche Leistung, sondern profitiert auch von diesen Optimierungen“, heißt es. Mit seiner Meinung steht der Automobilklub nicht allein da, rät der Autoclub Europa (ACE) doch sogar zu Reifen, die
beim Kauf „jünger als 18 Monate“ sein sollten, und stößt die Hamburger Netzwelt GmbH aktuell ins selbe Horn wie der ADAC bzw. kann man sich auch dort nicht unbedingt für den
lange bekannten Branchenstandpunkt zum Thema Reifenalter beim Neukauf erwärmen.