Weiteres Michelin-Reifenwerk vor dem Aus

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Sowohl der Michelin-Standort in Tuscaloosa (Foto) als auch der in Fort Wayne sollen nach Unternehmensangaben derzeit „weit unter ihrer geplanten Kapazität“ arbeiten, was aus Sicht des Reifenherstellers zu strukturellen und auf Dauer nicht tragbaren Ineffizienzen führe, der man durch eine Bündelung der BFGoodrich-Fertigung in dem Werk in Indiana entgegenwirken will (Bild: Michelin)

Hatte Michelin vor Kurzem erst einen Stellenabbau in seinem Heimatland Frankreich angekündigt nach zuletzt dortige Werkschließungen in Cholet und Vannes oder auch hierzulande in Hallstadt sowie Karlsruhe und Trier, folgt nun das Aus eines weiteren Standortes. Denn die Michelin North America Inc. hat die Beschäftigten seines Werkes in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama sowie Vertreter der Gemeinde und weitere Interessengruppen vor Ort darüber informiert, die Fertigung für die Marke BFGoodrich Tires in den Vereinigten Staaten „neu organisieren“ zu wollen. Das bedeutet ganz konkret, dass die Produktion des intern als „BFG3“ bezeichneten Werkes „bei schrittweisem Auslauf“ an den Standort Fort Wayne (Indiana) verlagert bzw. zukünftig dort gebündelt werden soll. Geplant ist demnach, ab Anfang 2027 den Betrieb in Tuscaloosa schrittweise heruntergefahren bis hin zur kompletten Schließung Ende 2028. Davon betroffen sind rund 1.200 Beschäftigte, die in dem seit der Michelin-Akquisition der Uniroyal Goodrich Tire Company im Jahre 1990 zu dem französischen Konzern zählenden Werk bis dato noch Pkw- und Llkw-Reifen sowie Halbzeuge wie Mischungen und weitere für die Reifenproduktion benötigten Materialien fertigen.

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