„Unumgängliche Entscheidungen“ – Michelin schließt Werke Karlsruhe und Trier

, ,
„Diese unumgängliche Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Das Engagement unserer Mitarbeitenden, die innerbetrieblichen Fortschritte und die Investitionen der vergangenen Jahre in die betroffenen Aktivitäten können den starken Wettbewerbsdruck nicht länger ausgleichen“, sagt Maria Röttger, Präsidentin der Region Nordeuropa von Michelin (Bild: Michelin)

Was Michelin als „eine schwierige, aber unumgängliche Entscheidung“ beschreibt, ist letztlich das, was nach einer Verlautbarung des Reifenherstellers vor einigen Wochen und vom Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) geräußerte Einschätzung zum Reifenproduktionsland Deutschland zu befürchten war: Das Unternehmen will bis Ende 2025 seine Standorte hierzulande restrukturieren, was seinen Worten zufolge der schrittweisen Einstellung der Produktion an seinen Standorten in Karlsruhe und Trier sowie der Lkw-Neureifen- und Halbfabrikatfertigung in Homburg gleichkommt. Mehr als 1.400 Mitarbeiter sollen davon betroffen sein. Dazu kommen noch einmal gut 100 Beschäftigte in Michelins Kundenkontaktzentrum für Deutschland, Österreich und die Schweiz, das bis Ende 2025 von Karlsruhe nach Polen verlagert werden soll.

Die Michelin-Gruppe will in Homburg (Foto) seine Lkw-Reifenrunderneuerung beibehalten sowie seine Pkw-Reifenfertigung in Bad Kreznach – die Produktion an seinen Standorten in Karlsruhe und Trier sowie die Lkw-Neureifen- und Halbfabrikatfertigung in Homburg sollen jedoch bis Ende 2025 schrittweise eingestellt werden: Danach wird man hierzulande noch knapp 2.800 Mitarbeiter in der Industrie, Logistik, Vertrieb, Marketing und Verwaltung beschäftigen, während es aktuell noch gut 1.500 mehr sind (Bild: Michelin)

Die Michelin-Gruppe will in Homburg (Foto) seine Lkw-Reifenrunderneuerung beibehalten sowie seine Pkw-Reifenfertigung in Bad Kreuznach – die Produktion an seinen Standorten in Karlsruhe und Trier sowie die Lkw-Neureifen- und Halbfabrikatfertigung in Homburg sollen jedoch bis Ende 2025 schrittweise eingestellt werden: Danach wird man hierzulande noch knapp 2.800 Mitarbeiter in der Industrie, Logistik, Vertrieb, Marketing und Verwaltung beschäftigen, während es aktuell noch gut 1.500 mehr sind (Bild: Michelin)

Hier lesen Sie den kompletten Beitrag …

NUR PREMIUM- UND ONLINE-ABONNENTEN HABEN ZUGRIFF AUF NRZ+-BEITRÄGE UND UNSER E-PAPER.

MELDEN SIE SICH BITTE AN.

LESER WERDEN
2 Kommentare
  1. Ralf Krause-Wesenberg says:

    Wenn man so wie Michelin von oben gesteuert am Markt und den Bedürfnissen der Kunden (gemeint ist Händlerschaft) vorbeiarbeitet, Marken wie Kleber quasi abschafft, um BFG nach vorne zu bringen – was dann preislich völlig schief im Markt liegt zum Kleber….was solls….ich hatte mal >50% Michelin Produkte im Hause in der Vermarktung, es machte von Jahr zu Jahr weniger Spaß, da der Außendienst nur Statist und keine/kaum Hilfe darstellte, dafür aber Daten sammeln musste….Hinweise über Jahre wo der Schuh klemmte, führten zu immer mehr Frustration, keiner Besserung….Schade um die deutschen Arbeitsplätze, mir tut jeder Mitarbeiter/in leid und wünsche allen eine Gute Zukunft in ähnlichen oder anderen Bereichen – die Schuld sehe ich einzig im Managementstil der letzten Jahre; alle zwei Jahre das Rad neu erfinden zu wollen….Ergebnis sehen wir jetzt….Goodyear ist keinen Deut besser….einfach alles überbezahlte Nichtskönner in den Managementetagen….Sorry meine Meinung!

    Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] “completamente sotto schock” per i piani in Germania annunciati ieri da Michelin per chiudere due fabbriche e trasferire in Polonia il centro customer service entro la fine del 2025, che farà perdere il lavoro a circa 1.500 […]

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert