Personeller Aderlass beim Conti-Werk Korbach
Vor nicht allzu langer Zeit hatte Continental davon gesprochen, sein Reifenwerk in Korbach, in dessen Nähe man einen Windpark bauen will für seine Energieversorgung, sei „von entscheidender Bedeutung“ für den Konzern. Das scheint zumindest mit Blick auf die dortige Produktion von Vollgummireifen so wohl nicht mehr zu gelten. Denn wie die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) unter Berufung auf Unternehmensangaben berichtet, wolle sie der Reifenhersteller bis Mitte 2029 an dem hessischen Standort einstellen bzw. nach Sri Lanka und Malaysia verlagern. Demnach wären 140 von 2.400 Arbeitsplätzen in Korbach davon betroffen, während die Pkw- und Zweiradreifenfertigung (Motorrad-/Roller-/Fahrradreifen) vor Ort unangetastet bleiben soll. Als Grund für die geplante Maßnahme habe Conti eine seit Jahren bestehende Unterauslastung der Produktionskapazitäten im Industriereifenbereich sowie einen hohen Kostendruck angeführt. Im Zusammenhang mit der entsprechend vorgesehenen Reduzierung der Belegschaft gäbe es jedoch bereits ein verhandeltes Transformationspaket, heißt es.


Über Jahrzehnte hat Conti kurz nach Rekordergebnissen Arbeitsplätze gestrichen, nach Übernahmen sowieso.
Wer glaubt das Conti deutsche Standorte am Herz liegen liegt sowieso falsch