Dreistelliges Conti-Millioneninvest in Mexiko

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Unbeeindruckt von der „America-First“-Politik des US-Präsidenten Donald Trump und dessen Plänen, eine Mauer zu seinem südlichen Nachbarn Mexiko zu errichten und Importe von dort gegebenenfalls mit Strafzöllen zu belegen, will Continental in dem Land weiter investieren. Denn der Konzern zählt Mexiko zu den weltweit wichtigsten Produktionsstandorten für die Automobil- und Zuliefererindustrie. Als Grund dafür werden „ideale Rahmenbedingungen wie die Nähe zum nordamerikanischen Markt und das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften“ dort genannt. Hat das Unternehmen vor diesem Hintergrund während der vergangenen fünf Jahren schon einen nach eigenen Angaben mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag in seine mexikanischen Standorte investiert, wird nun auch für die kommenden fünf Jahre eine Investitionssumme in vergleichbarer Höhe angekündigt. Conti ist mit 19 Werken, einem Finanzzentrum und einem Verkaufsbüro sowie zwei Forschungs- und Entwicklungszentren in dem Land vertreten, wobei dort Automobilkomponenten und Reifen sowie Industrieprodukte sowohl für den mexikanischen Markt als auch für den Export in zahlreiche andere Staaten produziert und entwickelt werden. Mit mehr als 24.000 Mitarbeitern in Mexiko gilt Continental als ein wichtiger Arbeitgeber in dem Land.

Im vergangenen Jahr ist gerade erst eine weitere Produktionsstätte in San Luis Potosí eingeweiht worden, in der Ladeluftleitungen für die Automobilindustrie hergestellt werden. Außerdem wurden die Werke in Guadalajara, Cuautla und Juarez City erweitert. Hier produziert Continental unter anderem Fahrerinformationssysteme, Sensoren, Steuergeräte, elektronische Module wie Chips und kleine Elektromotoren für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Darüber hinaus wird in diesem Jahr ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in Querétaro in Betrieb genommen. Hier sollen künftig vor allem elektronische Systeme rund um Lösungen zum Thema autonomes Fahren entwickelt und die Zahl der dort beschäftigten Ingenieure von aktuell 160 binnen vier Jahren auf mehr als 1.000 erhöht werden. „Unsere Forschungs- und Entwicklungszentren in Mexiko verwandeln Ideen in Lösungen für die Industrie“, erklärt deren Leiter Jorge Vazques Murillo. Das erste wurde im Jahr 2000 mit drei Ingenieuren in Betrieb genommen. Inzwischen arbeiten mehr als 1.700 Beschäftigte in den beiden Zentren. Hier entwickelt Continental Komponenten wie Einspritzsteuerungen, Infotainment- und Connectivity-Lösungen, Airbags sowie Systeme zur Zutrittskontrolle und für die Fahrzeugsicherheit. cm

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