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Umsatz-/Ergebnissteigerung bei ZF

Für die ZF Friedrichshafen AG ist das abgelaufene Geschäftsjahr nach eigenen Worten ein erfolgreiches gewesen. Denn der Konzern, der im Jahr seines 100-jährigen Jubiläums TRW übernehmen will, konnte 2014 nicht nur seinen Umsatz gegenüber 2013 um neun Prozent auf 18,4 Milliarden Euro steigern, sondern auch beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 36 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zulegen. Das Ergebnis nach Steuern wuchs demnach gar um 45 Prozent auf 672 Millionen Euro. Damit sieht der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer die im Vorjahr getroffene Prognose eines Umsatzwachstums im hohen einstelligen Prozentbereich bestätigt. „2014 war abermals von heterogenen Marktentwicklungen geprägt. Umso erfreulicher ist, dass wir unser Ziel erreicht haben. Unsere Mitarbeiter haben mit ihrem außerordentlichen Engagement zu diesem Erfolg beigetragen“, sagt er. Zum Rekordumsatz von 18,4 Milliarden Euro hätten besonders stark die Regionen Nordamerika (3,7 Milliarden Euro) und Asien-Pazifik (3,6 Milliarden Euro) beigetragen, wo eine Umsatzsteigerung von jeweils 21 Prozent erzielt wurde. In Europa, wo ZF rund 56 Prozent des Umsatzes generiert, erlöste das Unternehmen 10,3 Milliarden Euro: ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2013. Anders sei die Marktentwicklung in Südamerika verlaufen, wo die Umsätze aufgrund einer angespannten Wirtschaftslage um rund ein Fünftel sanken.

Das EBIT-Wachstum wird mit der Steigerung der Produktivität sowie positiven Deckungsbeiträgen durch die Umsatzsteigerung erklärt. „Die kontinuierliche Schärfung unseres Portfolios und eine konsequente Fokussierung auf Effizienz spiegeln sich in der positiven Entwicklung unserer finanziellen Kennzahlen wider und bestärkt uns darin, dass wir auf einem guten Weg sind“, meint Finanzvorstand Dr. Konstantin Sauer. Zum Jahresende 2014 zählte der ZF-Konzern weltweit gut 71.400 Mitarbeiter, davon rund 41.200 in Deutschland. Sei schon 2014 für ZF ein „Jahr wichtiger strategischer Weichenstellungen“ gewesen beispielsweise angesichts der Gründung zweier neuer Gemeinschaftsunternehmen in China – eines mit dem Automobilhersteller BAIC im Bereich Pkw-Fahrwerk und eines mit dem Traktorhersteller YTO im Bereich Landmaschinen –, so will der Konzern Sommer zufolge mit der Übernahme von TRW Automotive seine Kompetenz als Systemanbieter nun noch deutlich weiter ausbauen. „Die Kunden von ZF und TRW werden dadurch ein breites Produktportfolio aus einer Hand erhalten, das sowohl in der Antriebs- und Fahrwerktechnik als auch bei Sicherheits- und Assistenzsystemen Lösungen für die Mobilität der Zukunft bietet“, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende, der den Abschluss des Deals wie geplant im ersten Halbjahr erwartet. cm

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