Schließung des Michelin-Werkes Hallstadt ist beschlossenen Sache

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Im Sommer hatte eine Belegschaftsversammlung am Michelin-Standort in Hallstadt (bei Bamberg) schon für Verunsicherung gesorgt, doch schwang auf Arbeitnehmerseite da noch die Hoffnung auf den Erhalt des dortigen Reifenwerkes mit. Doch heute hat der Konzern den 858 Beschäftigten vor Ort diese nehmen müssen: Die Michelin-Gruppe hat ihnen mitgeteilt, das Werk schrittweise bis Anfang 2021 zu schließen. Der 1971 gegründete Standort produziert überwiegend Pkw-Reifen der Marke Michelin in 16 Zoll. Dieses Marktsegment sei sowohl von einer stark rückläufigen globalen Nachfrage als auch von einem extrem starken Wettbewerb asiatischer Hersteller geprägt, begründet der Hersteller dessen Aus. Seit 2013 habe man 60 Millionen Euro investiert, um diesem Marktwandel zu begegnen und die Produktion des Standorts schrittweise anzupassen. „Diese Bemühungen, verbunden mit dem Engagement der Teams, reichen nicht mehr aus, um den strukturellen Wandel des Pkw-Reifenmarktes in Europa auszugleichen. Andere industrielle Lösungen sind in diesem Kontext wirtschaftlich nicht tragbar“, so das Unternehmen. cm

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5 Kommentare
  1. Isabella Schneider says:

    Euer Michelin – Männchen in so einer Form wie in der obigen Abbildung ist ja wohl lächerlich … Ich kenne mich nicht aus mit diesen Problemen in so einer Firma, da hab ich kein Recht zu urteilen, aber so ein Problem kommt nicht von heute auf morgen, es ist sehr traurig für alle Mitarbeiter, überlegt mal was für eine Schande …
    Fällt mir nichts mehr ein!

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    • Michael S. says:

      @ Isabella Schneider und andere: Ja, bei so einer Meldung hätte man ein anderes Motiv wählen können! Ein Unternehmen wie Michelin, Goodyear, (Conti denkt an 7000 Stellen in Deutschland nach, die eingespart werden sollen, aktuelle Radiomeldung bei SWR1 BW ) und andere macht sich über seine Standorte und deren Mitarbeiter sicherlich viele Gedanken. Trelleborg trennt sich aktuell von 700 MA . Das ist erst der Anfang, der Umbau der E- Mobilität kostet noch viel 100000 Stellen allein in Deutschland. Wenn jedoch die Kosten den Erträgen in keinem gesunden Verhältnis gegenüber stehen, muss man als Arbeitgeber auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Wen wundert es auch, die Welt denkt nur noch „GEIZ IST GEIL“, keiner macht eine Vollkostenrechnung das ein Markenreifen „egal welcher Marke“ die bessere Wahl ist. Mehr Laufleistung mehr Sicherheit und und und. Aber es werden Billigreifen gekauft und so 3. Welt Länder bei der Ausbeutung der Menschen die keine 100 Euro im Monat verdienen unterstützt. Der UPS/DPD Fahrer wird auch noch mit 1 € abgefunden bei der Internet Bestellung. Beim nächsten Plattfuß sucht man dann den Reifenhändler den es nicht mehr gibt, weil der seine MA nicht mehr bezahlen kann. Aber 3 x in Jahr nach Malle und Co. fliegen aber kein Geld für aktive Sicherheit und somit Job- Sicherung in Deutschland ausgeben. FAHRT DOCH WIEDER MEHR MIT DEM RAD! (bitte aber mit Reifen von Markenhersteller)
      Mal drüber nachdenken beim nächsten Internet Shopping. Der Händler um die Ecke möchte auch überleben und seine Kinder ernähren. Liebe Grüße Michael S.

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  1. […] Wochenende haben die Mitarbeiter das Michelin-Pkw-Reifenwerk in Hallstadt bei Bamberg bestreikt, das der Hersteller bis Ende Januar 2021 schließen will. Dem Arbeitsausstand vorausgegangen war am Freitag eine Protestkundgebung vor dem Werkstor, an der […]

  2. […] wenige Wochen ist es her, dass Michelin seine Entscheidung offiziell verkündet hat, das Pkw-Reifenwerk in Hallstadt bei Bamberg bis Anfang …. Wie es dazu jetzt in der Lokalpresse heißt, komme man mit der Vermittlung der 858 betroffenen […]

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