Reifenberatung im Visier – Quick Testsieger vor Euromaster und Vergölst

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Anfang dieses Jahres hatte die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH (DtGV) aus Berlin in Kooperation mit dem Fernsehsender N24 Werkstattketten unter die Lupe genommen hinsichtlich ihres Services, ihrer Beratungs- und Diagnoseleistung. Jetzt wurde bei einer leicht kleineren Teilmenge von ihnen speziell die Reifenberatung untersucht: Die diesbezüglichen Leistungen von ATU, Euromaster, First Stop, Pit-Stop, Pneuhage, Pneumobil, Point S, Premio und Vergölst wurden dabei bewertet mit Blick auf die Beratung selbst (Gewichtung 60 Prozent), aber außerdem noch in Bezug den Kundenservice (30 Prozent) sowie in Sachen des Erscheinungsbildes der Betriebe (zehn Prozent). Dazu sollen sich speziell qualifizierte Tester verdeckt bei je Anbieter sechs verschiedenen Filialen in Sachen Winterreifenkauf inklusive Felgen beraten lassen und im Anschluss einen Fragebogen mit 40 Fragen ausgefüllt haben.

Alle zehn untersuchten Autowerkstätten, die danach für das sogenannte „Mystery Shopping“ ausgewählt wurden, dass sie über mindestens 50 Filialen verfügen und einen Reifenservice sowie eine entsprechende Beratung anbieten, sollen ein insgesamt gutes Erscheinungsbild geboten haben, wobei der Quick Reifendiscount allerdings den besten Eindruck bei den Testern hinterlassen konnte. „Mit unter anderem sauberen und ansprechenden Verkaufs- bzw. Beratungsräumen, bestuhlten Wartebereichen inklusive Zeitschriften oder TV sowie einer Reifenpräsentation, bei der auch Produktinformationen und Preise nicht fehlten, erzielte Quick Reifendiscount in allen Filialen Bestnoten“, erklärt die DtGV, warum die gestesteten Partner des Discountkonzeptes der Goodyear Dunlop Handelssysteme (GDHS) in dieser Teildisziplin die Traumnote 1,0 bei 100-prozentiger „Zielerfüllung“ erreichten. Denn schließlich ging es hier ja um einen möglichst sauberen und gepflegten Eindruck der Betriebe.

In Sachen Kundenservice hat demgegenüber Vergölst die Nase vor, wobei laut den Testern kurze Wartezeiten und vor allem aufmerksame, sich ausreichend Zeit für die Kundenanliegen nehmende Mitarbeiter den Ausschlag dafür gaben. „Wer jedoch nur gezielt auf der Suche nach der günstigsten Einlagerungsmöglichkeit seiner Reifen ist, findet in First Stop den passenden Anbieter: Für durchschnittlich 33 Euro pro Saison können dort Reifen gelagert werden, wobei sich die Kosten – wie bei allen Anbietern – von Filiale zu Filiale unterscheiden“, so ein weiteres Teilergebnis des aktuellen Vergleichs. Zumindest die fünf Besten in dieser Disziplin liegen sehr nahe beieinander: In Sachen Kundenservice werden diese Betriebe jedenfalls samt und sonders für „sehr gut“ befunden. Bei der eigentlichen Reifenberatung schafft das allerdings keiner der getesteten Betriebe, wobei es letztlich einmal mehr der Discounter Quick ist, der im direkten Vergleich aller Probanden am besten abschneidet.

Die Tester selbst sprechen in puncto Beratung von größeren Unterschieden zwischen den Autowerkstätten, die aber offenbar nicht durchgängig zu überzeugen wussten. „Zwar fragten noch nahezu alle Mitarbeiter nach den Fahrzeugdaten bzw. ließen sich den Fahrzeugschein aushändigen, um ein geeignetes Reifenmodell empfehlen zu können. Doch in vielen Fällen war die Bedarfsanalyse damit auch schon beendet: Nur rund die Hälfte aller Verkäufer erkundigte sich nach der ungefähren jährlichen Laufleistung – und auch die Frage nach den individuellen Preisvorstellungen blieb in 30 von 60 Fällen aus“, so die Berliner, die zudem kritisieren, dass nur 35 der 60 Verkäufer ihren Testkunden eine Auswahl alternativer Reifenmodelle präsentierten. Bei der Frage, ob Alljahresreifen auch im Winter gefahren werden können, sollen sich zudem viele Mitarbeiter „ausgesprochen wortkarg“ gegeben bzw. sie einem simplen Ja ohne weitere Ausführungen beantwortet haben.

„Immerhin 32 der 60 Verkäufer verwiesen von sich aus darauf, dass Winterreifen unter bestimmten Bedingungen (zum Beispiel Wagentyp, winterliche Verhältnisse oder eine hohe jährliche Fahrleistung) aus Sicherheitsgründen der Vorzug zu geben wäre“, heißt es vonseiten der DtGV, die mit Blick auf die Erfüllung der gesetzten Kriterien insgesamt Quick zum Testsieger kürt. Der Discounter habe vor allem mit einer guten Beratung und einem sehr guten Erscheinungsbild überzeugen können, während die Euromaster und Vergölst als Zweit- und Drittplatzierte „mit einem sehr guten Kundenservice“ hätten punkten können. In der Gesamtbetrachtung schneiden außer diesen Dreien aber auch Pneumobil, Pneuhage, ATU, Point S und First Stop „gut“ ab, während mit Premio ein weiteres GDHS-Konzept hinsichtlich der dortigen Reifenberatung für ebenso „befriedigend“ gehalten wird wie Pit-Stop. „Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis und die Betriebe, die in den Test involviert waren“, sagt Peter Wegener, Leiter Quick Reifendiscount bei GDHS. „Das Ergebnis zeigt, dass wir bei unseren Standards die richtigen Schwerpunkte setzen und die Mitarbeiter in unseren Betrieben es verstehen, diese umzusetzen“, freut er sich. cm

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