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Nachprüfung entkräftet Manipulationsvorwurf bei ADAC-Reifentests

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In Sachen Reifentests kooperieren europäische Automobilklubs und Verbraucherschutzorganisationen schon seit Langem, und doch hat die Stiftung Warentest aufgrund der vor dem Hintergrund einer manipulierten Leserwahl des Klubs in Zweifel gezogenen ADAC-Reifentests dessen jüngste Resultate für Sommerreifen noch einmal einer Überprüfung unterzogen. Demnach sind acht Modelle des aktuellen Tests erneut gekauft worden – anonym im Handel. „Die Stichprobe umfasst beide Größen, ausgewählt wurden gute bis mangelhafte Reifen verschiedener Hersteller. Anhand von Rollwiderstand und Nassbremsweg untersuchten wir, ob die originalen Testreifen von besserer Qualität waren als die nachgekauften“, erklärt die Stiftung Warentest und gibt zugleich damit Entwarnung. Die Resultate des Stichproben-Checks liegen demnach nah an den ursprünglichen Messergebnissen. So nah, dass man „keinerlei Anhaltspunkte für Manipulationen des gemeinschaftlichen Reifentests“ erkennen könne. Es wird jedenfalls ausgeschlossen, dass einzelne Hersteller dem ADAC beim Einkauf Reifen besserer Qualität untergeschoben haben könnten, als Verbraucher sie bekommen. Insofern spiegelt sich in den jetzt veröffentlichten und überprüften Ergebnissen auch ziemlich genau dieselbe Rangfolge wider wie bei den Resultaten, die das schwedische Stiftung-Warentest-Pendant Råd & Rön schon vor ein paar Wochen ans Licht gebracht hatte.

Einziger Unterschied: Im Testfeld taucht in der Dimension 195/65 R15 mit dem Apollo „Alnac 4G“ noch ein zusätzlicher Kandidat mit auf, sodass diesmal alles in allem offensichtlich insgesamt 33 Modelle in zwei Größen überprüft wurden. Als Testfahrzeuge kamen ein VW Golf und bei der kleineren Reifendimension 175/65 R14 ein Ford Fiesta zum Einsatz. Da der „Alnac 4G“ insgesamt „ausreichend“ abschneidet, hat sich freilich auch an der Spitze des Testfeldes nichts geändert im Vergleich zu den zuvor schon von Råd & Rön veröffentlichten Ergebnissen: In der kleineren Größe wird Contis „EcoContact 5“ Testsieger gefolgt von Hankooks „Kinergy Eco K425“ und Pirellis „Cinturato P1 Verde“, während in der größeren Dimension Goodyears „Efficient Grip Performance“ die Nase vorn hat und Dunlops „Sport BluResponse“ sowie Hankooks „Kinergy Eco K425“ auf die weiteren Plätze verweist. Am anderen Ende der Skala wussten in der 175er-Größe drei Reifen nicht recht zu überzeugen bzw. fahren sogar das ADAC-Urteil „mangelhaft“ ein: Eklatante Schwächen bei Nässe verhindern, dass Klebers „Dynaxer HP3“, Kormorans „Impulser b2“ und Debicas „Passio 2“ besser abschneiden. Bei der größeren Testdimension trifft das Gleiche auf das Federal-Modell „Formoza FD2“ zu. Alle Details lassen sich der nebenstehenden Tabelle sowie freilich auch unser immer umfangreicher werdenden Onlinereifentestdatenbank entnehmen. christian.marx@reifenpresse.de

 



 

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