Sehr guter statt befriedigender Reifenverschleiß kann doppelte Laufleistung bedeuten

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Um das Thema Verschleiß/Laufleistung kümmern sich nur wenige Reifentester bei ihren Produktvergleichen. Seit einigen Jahren findet man entsprechende Ergebnisse dazu etwa bei den „großen“ AutoBild-Tests, während sich der ADAC und seine europäischen Partnerklubs dieser Teildisziplin schon sehr viel länger widmen. So finden sich auch beim aktuellen ADAC-Sommerreifentest entsprechende Ergebnisse dazu. Mit Blick auf die Testgröße 205/55 R16 V ist in Sachen Verschleiß dabei offensichtlich ein besonders breites Spektrum zwischen dem diesbezüglich schlechtesten und besten zutage getreten. Die Leistungen von Nokians „Wetproof“, der seine Verschleißgrenze im Test bereits bei knapp 25.000 Kilometern erreich haben soll, wird zwar als „befriedigend“ eingestuft. Doch hat er deswegen trotzdem eine Abwertung seiner Gesamtnote kassiert wie die ebenfalls nicht wesentlich besseren Modelle Pirelli „Cinturato P7 C2“, Uniroyal „Rainsport 5“ und Maxxis „Premitra 5“. Denn die anderen elf Probanden hatten anders als diese vier dann doch mehr oder weniger deutlich mehr zu bieten bis hin zu dem beim Verschleiß für „sehr gut“ befundenen Goodyear „EfficientGrip Performance 2“. Denn Letzterem wird vom ADAC im Zuge seines Produktvergleiches eine Laufleistung von 55.300 Kilometern bescheinigt, die damit mehr als doppelt so hoch ausfällt wie bei dem Nokian-Modell. Insofern zeigen die ADAC-Messwerte tendenziell ähnliche Ergebnisse wie ein von dem Hersteller beim TÜV Süd in Auftrag gegebener Laufleistungstest, bei dem vier Profile des Wettbewerbs im Mittel rund 30 Prozent hinter dem „EfficientGrip Performance 2“ zurückgeblieben waren. christian.marx@reifenpresse.de

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