Die Schaefflers sollen seit 2018 drei Viertel ihres Vermögens eingebüßt haben

Georg F.W. Schaeffler gehört zu den reichsten Deutschen. Gleichwohl sei sein Vermögen und das seiner Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, die zusammen hinter dem Zulieferer und größten Conti-Anteilseigner Schaeffler stehen, in den zurückliegenden beiden Jahren stets kleiner geworden, wie das US-Magazin Fortune schreibt. Soll es 2018 noch bei zusammen 35 Milliarden US-Dollar gelegen haben, wird es heute auf 8,5 Milliarden US-Dollar taxiert und damit mit nur noch rund einem Viertel dieses Wertes, so das Blatt unter Berufung auf das Bloomberg-Ranking der 500 reichsten Milliardäre. „Die Schaefflers beendeten die letzten zwei Jahre jeweils weniger wohlhabend als sie sie begonnen haben, und 2020 könnte das genauso sein“, beziffert Fortune den allein dieses Jahr bis dato aufgelaufenen Vermögensverlust mit rund einem Viertel. Die Familie sei zwar nach wie vor superreich, aber ein derart großer Vermögensverlust binnen relativ kurzer Zeit sei schon sehr selten, heißt es.

Als Gründe dafür werden abgesehen zuallererst von der Corona-Krise und dem damit verbundenen Einbruch der Automobilkonjunktur nicht zuletzt auch der Trend hin zur Elektromobilität genannt. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Schaeffler nicht diversifiziert genug aufgestellt sei, mithin die Abhängigkeit vom Geschäft rund ums Automobil also zu groß angesehen wird. Als Beispiel, wie man es besser machen könnte, wird unter anderem die Mars-Familie genannt, die sich als Süßwarenhersteller einen Namen gemacht hat, aber inzwischen auch Tierpflegeprodukte anbiete und damit etwa die Hälfte des Jahresumsatzes ihrer Unternehmensgruppe erziele. Bei alldem weist das Magazin gleichwohl darauf hin, dass die Schaefflers schon einmal „zurückgekommen“ sind. Gemeint damit ist die Zeit nach der Conti-Übernahme inmitten der Finanzkrise 2008/2009, was den Zulieferer ins Schlingern gebracht hatte, er sich dann jedoch wieder berappeln konnte. cm

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