Viel Neues für Zweiradfans auf der „Intermot“

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Gestern ist die internationale Motorrad- und Rollermesse „Intermot“ in Köln zu Ende gegangen. Insgesamt über 200.000 Fachbesucher haben die Organisatoren an den fünf Messetagen gezählt, die sich vor Ort über die Neuheiten von rund 960 Ausstellern informierten. Auch die Reifenbranche war diesmal wieder deutlich stärker in Köln vertreten als bei der Messe vor zwei Jahren. Und viel Neues für die Saison 2015 hatten sie noch dazu mit im Gepäck.

So feierte der türkische Hersteller Anlas bei der Messe nicht nur sein 40-jähriges Jubiläum, sondern präsentierte aus diesem Anlass gleich noch zwei neue Enduroreifen namens „CapraR” und „CapraX”, wobei ersteres Modell in Radialbauweise daherkommt und das zweite in Diagonalbauweise. Zudem gab’s am Anlas-Stand in Köln in Form des „Tournée” außerdem noch einen neuen Reifen für Maxi-Scooter zu sehen. Bei Avon Tyres konnte man zwar auch Neues erfahren, das dann aber noch nicht als tatsächliche Exponate bewundern: Denn die zum Cooper-Konzern gehörende Marke zeigte „nur“ ihre aktuelle Produktpalette für motorisierte Zweiräder, kündigte gleichwohl aber bereits für kommendes Frühjahr in Form der Modelle „TrailRaider“ und „StreetRunner“ zwei neue Reifen für das Enduro- bzw. 125er-Segment an.

Bei Bridgestone waren demgegenüber die Neuheiten für 2015 schon in Augenschein zu nehmen. Mit dem „Battlax Adventure A40“ wurde der Nachfolger des „Battle-Wing“-Enduroprofils ebenso vorgestellt wie der „Battlax Racing Street RS10“ als eine Art „Zwischending“ aus dem reinen Rennstreckenreifen „Battlax Racing R10“ und dem für die Straße gedachten „Battlax Hypersport S20“, was insofern auch das „RS“ der Namensgebung des Newcomers erklärt. Dritte Neuheit im Bunde bei Bridgestone ist eher eine Weiterentwicklung namens „Battlax Sport Touring T30 Evo“, der den bisherigen „T30“ ohne „Evo“-Namenszusatz lediglich in den drei Dimensionen 120/70 ZR17 für das Vorder- sowie 180/55 ZR17 und 160/60 ZR17 für das Hinterrad ablöst und insbesondere mit einer weiter verbesserten Nasshaftung aufwarten können soll.

Continental thematisierte in Köln nicht nur seine schwarzen runden Gummis für motorisierte Zweiräder, sondern zeigte einen Querschnitt durch sein gesamtes Produktspektrum für dieses Marktsegment wie unter anderem Antiblockiersysteme, ein in den Helm integriertes Head-up-Display oder eine im Motorrad integrierte Ladestation für das drahtlose Laden von Mobiltelefonen. Klar war aber auch der vor einigen Wochen schon vorgestellte „TKC70“ ebenso zu sehen wie der ganz neue „ContiTrack“ für – so der Anbieter – „beste Rundenzeiten auf der Rennstrecke“. Der profillose Reifen wird in insgesamt vier unterschiedlichen Gummimischungen L0 bis L3 (Supersoft, Soft, Medium, Endurance) verfügbar sein und besitzt als Slick natürlich über keine Freigabe für den normalen Straßenverkehr.

Eine Weltpremiere konnte man am Metzeler-Stand – die Konzernmutter Pirelli selbst trat bei der „Intermot“ nicht direkt in Erscheinung – entdecken: den „Sportec Klassik“. Beim ihm ist der Name Programm, weil er für Maschinen gedacht ist, die etwa im Zeitraum zwischen den 70er- und 90er-Jahren gebaut wurden. Bei dem „Sportec Klassik“ hat Metzeler den Stil des „ME1 CompK“ aufgegriffen, dem Reifen aber modernste Technologien spendiert, um älteren Fahrzeugen damit zu einer Art „Leistungs-Upgrade“ zu verhelfen. Zumal bei seiner Entwicklung Metzeler zufolge das Hauptaugenmerk auf eine Optimierung der gesamten Fahrzeugsicherheit bei bester Fahrstabilität gelegt wurde. „Daneben standen perfekter Fahrkomfort, ein herausragendes Fahrverhalten auf trockenen und nassen Straßen sowie eine hohe Laufleistung ganz oben im Lastenheft“, heißt es weiter.

Mitas rückte bei seiner „Intermot“-Präsenz vor allem seine neuen Motocrossreifen in den Mittelpunkt. Die Profile mit den Bezeichnungen „C-25“ (Vorderreifen) und „C-24“ (Hinterreifen) sind dabei für die Anwendung in extrem weichem und schlammigem Gelände gedacht, während die „C-27“ (Vorderreifen) und „C-26“ (Hinterreifen) genannten Varianten eher für extrem harte Böden bzw. felsiges Gelände konzipiert wurden. Darüber hinaus hat Mitas Neuheiten im Bereich von Straßenreifen vorgestellt wie den „MC50“ und „MC38“ oder zusätzliche Dimensionen der „MC50 M-Racer“ genannte Reihe für Youngtimer sowie des „MC38 Max Scoot“ für hubraumstarke Roller. Mehr dazu und natürlich auch allen anderen neuen Motorrad- und Rollerreifen wird dann im Detail in der November-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG nachzulesen sein. christian.marx@reifenpresse.de

 

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