Zwei mit einer Klappe: Auto-Straßenverkehr-Ganzjahresreifentest
Bei der Motorpresse Stuttgart ist es schon länger Usus, dass in Bezug auf die Reifentests der diversen dort erscheinenden Magazine die in den Fahrdisziplinen gewonnen Erkenntnisse eine gemeinsame Basis bilden, diese dann aber je nach Titel teils unterschiedlich gewichtet werden und/oder um bestimmte Teildisziplinen ergänzt werden, was wiederum zwangsläufig eine andere Gewichtung erfordert.
Dieses Prozedere ist dabei einerseits im Zweiradbereich zu beobachten – zuletzt etwa bei dem Motorrad-Sportreifentest in diesem Frühjahr und dem entsprechenden Produktvergleich des Schwesterblattes PS mit bis auf den Sieger veränderten Zieleinlauf durch eine Fokussierung allein auf das Thema Fahrverhalten. Andererseits ist es bei Pkw-Reifen nicht anders, wie ein Vergleich des 2025er-Winterreifentests von Auto Motor und Sport (AMS) mit dem ebenfalls im zurückliegenden Herbst veröffentlichten des Schwestertitels Auto Straßenverkehr belegt. Zumal Letzterer „nur“ um eine Preiswertung ergänzt wurde, was aber einzig zu einem Platztausch an der Spitze der Ergebnistabelle dort geführt hat samt einer eine Stufe schlechteren Gesamtnote – „sehr gut“ statt „überragend“ – des Spitzenduos im Vergleich zu AMS.
Derlei gibt es in Sachen des soeben in Heft 21/2026 von Auto Straßenverkehr erschienenen Ganzjahresreifentest mit Blick auf den zuvor veröffentlichen von Auto Motor und Sport (Heft 20/2026) diesmal allerdings nicht. Das hat den simplen Grund, dass – abgesehen davon, dass bei dem „neueren“ der Produktvergleiche alle Probanden beim richtigen Namen genannt werden – beide identisch sind. Eine zusätzliche Wertungskategorie gibt es hier wie dort ebenso wenig wie eine abweichende Gewichtung der in Summe vier Wertungskapitel hinsichtlich der von den neun Probanden gezeigten Leistungen in den drei Fahrdisziplinen auf Schnee, bei Nässe und im Trockenen sowie in Bezug auf ihre Umwelteigenschaften (Rollwiderstand, Reifen-Fahrbahn-Geräusch). Oder anders formuliert: Same same and not different.



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