Negative (Vor-)Zeichen: Stimmung in der Autoindustrie weiter mau

Auch wenn im Juni 377.700 Autos in Deutschland produziert wurden und damit sechs Prozent mehr als in demselben Monat des Vorjahres, liegt die aktuelle Halbjahresbilanz mit gut 2,1 Millionen Pkw drei Prozent hinter dem gleichen Zeitraum 2025 zurück und im Vergleich zu der des Vorkrisenjahres 2019 sogar 15 Prozent (Bild: Audie AG)

Laut dem vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) regelmäßig erhobenen Geschäftsklimaindex für die Automobilindustrie hat sich die Stimmung in der Branche im Juni verschlechtert auf minus 21,4 Punkte nach 20,7 Punkten unter der Nulllinie einen Monat zuvor. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage demzufolge deutlich schlechter als im Mai, sähen aber – wie es weiter heißt – den kommenden Monaten gleichzeitig deutlich weniger pessimistisch entgegen. „Der Zickzackkurs, den wir bei der Stimmung in der Automobilbranche über das Jahr 2025 beobachten konnten, hat sich dieses Jahr bislang fortgesetzt“, so Ifo-Fachreferentin Anita Wölfl. Eine Stütze für die Branche liefere das Geschäft im Inland und im europäischen Ausland sowie die Elektromobilität, die im Inland „nach wie vor Wachstumstreiber“ sei. In den ersten fünf Monaten sind laut dem Ifo knapp 284.000 rein batteriebetriebene Fahrzeuge neu zugelassen worden in Deutschland und damit 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit Blick allein auf den Juni berichtet der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) von um sogar 78 Prozent auf rund 84.100 Einheiten gestiegene Neuzulassungen rein batterieelektrisch angetriebener Fahrzeuge hierzulande. Ungeachtet dessen spricht die deutsche Automobilbranche bzw. VDA-Präsidentin Hildegard Müller von einer „anhaltenden Standortkrise“ und ist die deutsche Fahrzeugproduktion laut dem Verband im ersten Halbjahr um drei Prozent auf gut 2,1 Millionen Pkw gesunken.

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