Verkaufswagenkonzept im Reifengeschäft
In manchen Orten oder Städten hierzulande gibt es sie immer noch im Sommer: Eisverkäufer, die mit einem Verkaufswagen durch die Straßen bimmeln, um die kühle Köstlichkeit an Frau, Mann und vor allem Kinder zu bringen, ohne dass diese sich selbst auf den Weg zur örtlichen Eisdiele machen müssen. Dieses Konzept hat der indische Reifenhersteller Apollo Tyres für ländliche Regionen in seiner Heimat aufgegriffen, um die Reifenversorgung auf der sogenannten Letzten Meile zu verbessern. Denn das Unternehmen hat Ende Mai erstmals einen ersten mobilen Verkaufsstand für seine schwarzen Gummirundlinge auf Indiens Straßen gebracht. Einen ähnlichen Ansatz, bei dem nicht der Kunde zum Reifen(-händler), sondern der Reifen(-händler) gewissermaßen zum Kunden kommt, hat es auch hierzulande schon gegeben in Form sogenannter Pop-up-Stores. Basierend auf einem entsprechenden Vorschlag in der zuvor veröffentlichten Roland-Berger-Studie zum „Geschäftsmodell Zukunft“ im Reifenhandel hatten zum Team-Verbund gehörende Unternehmen wie Reiff, Rieger + Ludwig ab Herbst 2015 und später noch weitere mit kundennahen Verkaufspunkten zur Verbraucheransprache beispielsweise in Einkaufszentren experimentiert. Zog man noch 2018 eine positive Bilanz des Ganzen, ist es seither in Sachen Pop-up-Stores zwar recht still geworden. Aber die Ausgangslage dürfte in Indien eine andere sein, zumal das Netz an Verkaufspunkten dort wohl weniger dicht ist als hierzulande.



Schreiben Sie einen Kommentar
An Diskussionen teilnehmenHinterlassen Sie uns einen Kommentar!