Luftverluste durch Barcodes im Reifenwulst wohl mehr oder weniger stark verbreitet

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Luftverluste durch Barcodes im Reifenwulst wohl mehr oder weniger stark verbreitet

Seit Kurzem treibt das Thema Barcodes im Reifenwulst die Branche verstärkt um, nachdem Bridgestone und Goodyear jüngst Position bezogen haben bezüglich des in der Praxis beobachteten Entfernens der von diesen und natürlich auch anderen Herstellern angebrachten und dabei zumeist in irgendeiner Form aufgeklebten Etiketten. Während einerseits also die Industrie Letzteres aus unterschiedlichen Gründen nicht gerne sieht und daher vor einem Entfernen warnt, führen andererseits Reifenservicebetriebe ins Feld, aufgrund besagter Barcodes könnten nach der Montage mitunter Luftverluste auftreten. Deswegen hat die NEUE REIFENZEITUNG auf ihren Webseiten eine Umfrage genau dazu gestartet. Bei der weiterhin noch laufenden sogenannten Frage des Monats haben binnen relativ kurzer Zeit bereits mehr als 240 Teilnehmer ihre Stimme abgegeben.

Die Mitglieder der geschlossenen Facebook-Gruppe Vulkaniseure treiben Barcodes im Bereich des Reifenwulstes aktuell ebenso um, wie ... (Bild: Screenshot)

Die Mitglieder der geschlossenen Facebook-Gruppe Vulkaniseure treiben Barcodes im Bereich des Reifenwulstes aktuell ebenso um, wie … (Bild: Screenshot)

Stand heute hat bislang nur ein knappes Drittel (32 Prozent) davon noch keinerlei Druckverluste nach der Montage eines Reifens mit Barcode-Aufkleber im Wulst festgestellt. Demgegenüber scheint das bei 20 Prozent „relativ häufig“ aufgetreten zu sein sowie bei weiteren 27 Prozent zwar ebenfalls, aber „eher selten“ sowie bei 21 Prozent „nur in Einzelfällen“. Angesichts dessen verwundert es wenig, dass sich auch eine geschlossene Facebook-Gruppe namens Vulkaniseure – gedacht „für alle von uns, die etwas mit Gummi zu tun haben“ – des Themas angenommen hat und die Gruppenmitglieder danach fragt, wie sie im Falle eines Falles entsprechende Undichtigkeiten handhaben. Die Tipps reichen von der Verwendung von Dichtmitteln bis hin wiederum zum Entfernen der Barcodes beispielsweise mittels „viel Gefühl und Drahtbürstenaufsatz“ oder Einsatz eines Cuttermessers als Hilfsmittel beim Ablösen.

... deren Entfernung auch unter Autofahrern vor Jahren schon ein Thema gewesen ist beispielsweise im Forum von Motor-Talk (Bild: Screenshot)

… deren Entfernung auch unter Autofahrern vor Jahren schon ein Thema gewesen ist beispielsweise im Forum von Motor-Talk (Bild: Screenshot)

Letzteres Verfahren ist schon vor Jahren im Verbraucherforum Motor-Talk propagiert worden, als Ende 2019 einem Autofahrer „ein weißes Stück Papier/Plastik“ aufgefallen war, das „zwischen Reifen und Felge hervorschaute“. Nicht nur aus ästhetischen Gründen gefiel ihm das offensichtlich nicht, sondern aus dem geposteten Beitrag lässt sich zudem ein gewisses Maß an Besorgnis herauslesen, was genau es damit auf sich hat und ob das nicht eventuell problematisch sei. Zwar wurde in dem Onlineforum vielfach der Rat erteilt, dafür doch einen Reifenfachbetrieb aufzusuchen. Doch es war unter anderem eben die Rede auch davon, überstehendem Fremdmaterial per Cutter zu Leibe zu rücken, wobei freilich ein vorsichtiges Vorgehen zum Schutz vor Schäden an der Flanke angemahnt wurde. Denn dass so etwas nicht ohne ist, darauf weist nicht zuletzt der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V. (BRV) hin. christian.marx@reifenpresse.de

Wie die Marktteilnehmer zum Thema stehen, das wird Inhalt unseres kommenden Themas des Monats in der Juli-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG sein. Sie sind noch kein Leser. Kein Problem. Das können Sie hier ändern.

2 Kommentare

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  1. […] NEUE REIFENZEITUNG dazu zeigt, scheinen umgekehrt nicht entfernte Barcodes durchaus nicht selten zu Problemen in Form eines Fülldruckverlustes zu führen. Von daher drängen sich unweigerlich einige Fragen auf. Etwa danach, wozu es sie denn […]

  2. […] derzeit Barcodes im Wulstbereich von Reifen aus verschiedenen Gründen für Diskussionsstoff bzw. Probleme, so ist Kumho Tire davon zwar nicht betroffen, weil laut eines Unternehmenssprechers sämtliche […]

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