Wann kommt die Preiswelle von Nordamerika nach Europa?

Wenn man, wie für Reifenredakteure üblich, auch die internationale Fachpresse verfolgt, nimmt man eines ganz deutlich wahr: dem europäischen Markt nähert sich eine Preiswelle. Für den nordamerikanischen Markt haben mittlerweile nahezu alle Hersteller Preissteigerungen für ihre Pkw- wie auch Nutzfahrzeugreifen angekündigt. Die Preisanhebungen bewegen sich dabei in einer Spanne zwischen vier und acht Prozent und sollen jeweils in den kommenden Wochen bis zum neuen Jahr im nordamerikanischen Markt durchgesetzt werden. Erklärt werden die Ankündigungen zu den höheren Preisen dabei von vielen Herstellern unterschiedlich. Michelin etwa nennt „allgemein höhere Betriebskosten und andere Marktfaktoren“, Goodyear „höhere Geschäftskosten und einen starken Markenwert“, Continental eine „zunehmende Steigerung bei den Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik“, Pirelli „höhere Rohmaterialkosten und zunehmende Investitionen in neue Technologien“, Apollo Vredestein „wachsende Rohstoff- und Logistikkosten“ und Bridgestone will „eine angemessene Preispositionierung“ halten. Auch wenn in Europa bereits erste Bewegungen zu spüren sind, gibt es doch zumindest Ankündigungen von Ankündigungen, so scheint es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Europa die Reifenpreise eine neue Steigerungsrunde vollziehen. Ob die dann höheren Sell-in-Preise auch am Tresen und in den Onlineshops im Sell-out-Preis ankommen, ist damit aber noch längst nicht geklärt. ab

 

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