„Pilot Sport Cup 2“ beim AutoBild-Sportscars-Test von Semi-Slicks vorn

Donnerstag, 18. Mai 2017 | 3 Kommentare
 
 
 
Nachdem AutoBild Sportscars mit einem Ford Focus ST schon für eine zügigere Gangart gedachten Reifen der Größe 235/35 R19 Y auf den Zahn bzw. das Profil gefühlt hatte, widmete man sich für die Ausgabe 6/2017 des Blattes nun noch sportlicheren Gummis. Genauer gesagt wurden die Leistungseigenschaften fünf verschiedener renntauglicher Semi-Slicks – Dunlops „Sport Maxx Race“, Michelins „Pilot Sport Cup 2“, Pirellis „P Zero Trofeo R“, Toyos „Proxes R888 R“ sowie Yokohamas „Advan Neova AD08 R“ – identischer Dimension auf nassem und trockenem Asphalt von Contis Testgelände im texanischen Uvalde untersucht. Den besten Eindruck wusste dabei letztlich der Michelin-Reifen zu hinterlassen. Er habe sich „ohne Fehl und Tadel“ bei dem Produktvergleich präsentiert und heimst dafür außer dem Testsieg zudem noch das Prädikat „vorbildlich“ ein. Das gelingt allerdings auch dem hinter ihm zweitplatzierten Dunlop-Modell gefolgt von dem für „gut“ befundenen „P Zero Trofeo R“, bei dem augenscheinlich vor allem seine schwachen Aquaplaningqualitäten ein besseres Abschneiden verhindert haben, sowie den eher weniger überzeugenden Reifen „Advan Neova AD08 R“ und „Proxes R888 R“. Deren Herstellern legt AutoBild Sportscars angesichts ihrer Gesamturteile „bedingt empfehlenswert“ (Yokohama) respektive „nicht empfehlenswert“ (Toyo) jedenfalls eine Nachbesserung ihrer Produkte ans Herz. christian.marx@reifenpresse.de

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Kategorie: Markt, Produkte

Kommentare (3)

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  1. Urs Zwahlen sagt:

    Den AD08R ist kein Semislick sondern gehört zu den Extreme Perfomance Tyres. A050 wäre ein Semislick von Yokohama gewesen, deshalb ist dieser Test in meinen Augen unfair.

  2. Richtigsteller sagt:

    Ich kann diese Bewertung nicht nachvollziehen. Der Pirelli bekommt für die Nassbewertung eine 2+ wird aber wegen Aquaplaning abgewertet.
    Wieso erhält er dann für die Nassbewertung ein 2+? Und ist mit2+/1 somit auf dem Niveau des Michelin und besser als der Dunlop.
    Zumal das Ganze ins Absurde geführt wird, wenn man sich vor Augen hält, dass hier Semi-Slicks bewertet werden. Diese Reifen sind sowie keine Regenreifen.

    • Die Wertung bei Nässe bei besagtem AutoBild-Sportscars-Test setzt sich aus insgesamt fünf Teildisziplinen verschiedener Gewichtung zusammen: Aquaplaning (fünf Prozent), Kurvenaquaplaning (fünf Prozent), Handling (40 Prozent), Kreisbahn (zehn Prozent) und Bremsen (40 Prozent). Drei davon – Aquaplaning, Handling, Bremsen – werden als „sicherheitsrelevant“ eingestuft, und wenn ein Kandidat dort eine Teilnote schlechter als „3+“ einfährt, nimmt das Blatt eine Abwertung vor. Da der Pirelli-Reifen in Sachen Aquaplaning mit „3“ bewertet wurde, erhält er folglich nicht mehr das Prädikat „vorbildlich“, selbst wenn er mit Ausnahme des Kurvenaquaplanings („4+“) in den anderen Teildisziplinen die folgenden Noten „1“ (Handling), „2+“ (Kreisbahn) und „2–“ (Bremsen) einfuhr und somit bei Nässe insgesamt auf die Note „2–“ kommt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Christian Marx
      (Redaktion NEUE REIFENZEITUNG)

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