Kein verfrühter Aprilscherz: kugelförmiger Goodyear-Konzeptreifen

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Beim ersten Blick auf Goodyears „Eagle 360“ muss man unwillkürlich an einen möglicherweise verfrühten Aprilscherz denken, ist der von dem Hersteller beim Genfer Automobilsalon präsentierte und per 3D-Druckverfahren hergestellte Konzeptreifen doch kugelförmig. Wie soll da denn eine mechanische Verbindung mit üblichen Radaufhängungen möglich sein? Gar nicht, so Goodyears Antwort darauf. Denn die Verbindung zur Karosserie soll der „Eagle 360“ mittels Magnetschwebetechnik herstellen. Ähnlich wie bei einer Magnetschwebebahn sei der Reifen durch Magnetfelder vom Fahrzeug getrennt, was gleichzeitig den Komfort für die Mitfahrer entsprechender (noch zu entwickelnder) Fahrzeuge verbessere und die Geräuschentwicklung reduziere, heißt es.

Mit diesem Konzeptreifen sieht Jürgen Titz, Managing Director für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), jedenfalls die Innovationskraft des Reifenherstellers unterstrichen. Diese Zukunftsvision – ergänzt er – „veranschaulicht, wie wir über modernste Reifentechnologie die Mobilität der Zukunft mitgestalten können“. Schließlich habe Goodyear mehr als 117 Jahre Erfahrung in der Reifenherstellung, weswegen man die Erwartungen der Fahrer genau kenne und davon überzeugt sei, dass Zuverlässigkeit und Sicherheit auch zukünftig eine entscheidende Rolle spielen werden. „Mit dem ‚Eagle-360’-Konzeptreifen bieten wir eine sichere und nachhaltige Lösung für diejenigen, die in Zukunft selbstfahrende Fahrzeuge nutzen werden“, ist Titz überzeugt.

Der Goodyear-Konzeptreifen „IntelliGrip“ ist fraglos ein gutes Stück näher dran an heutigen Reifen

Der Goodyear-Konzeptreifen „IntelliGrip“ ist fraglos ein gutes Stück näher dran an heutigen Reifen

Als zweiter in Genf gezeigter Konzeptreifen des Herstellers ist der „IntelliGrip“ aber fraglos näher dran an den heute im Markt erhältlichen Modellen. Dabei bietet diese Studie ebenfalls so einige ganz spezielle Features. Dank neuster Sensortechnik und eines besonders gestalteten Profils soll der „IntelliGrip“ unterschiedlichste Fahrbahnbeschaffenheiten und Witterungsbedingungen erkennen können. Über die Übermittlung entsprechender Daten sowie zusätzlicher Reifenzustandsinformationen (Fülldruck etc.), die über einen in Zusammenarbeit mit Huf entwickelten Mikrochip gesammelt werden, an ein zentrales Fahrzeugsteuerungssystem könnten so die Fahrleistungen und die Fahrzeugsicherheit verbessert werden, sagt Goodyear.

„Bei nasser oder rutschiger Fahrbahn sorgen die Reifensensoren beispielsweise dafür, dass die Geschwindigkeit des Fahrzeugs entsprechend angepasst wird. Außerdem soll der Bremsweg verkürzt, das Kurvenverhalten sowie die Fahrzeugstabilität verbessert und der Kollisionsschutz erhöht werden“, ist darüber hinaus zu hören. Demnach arbeitet Goodyear mit verschiedenen Automobilherstellern bereits daran, diese Technologie weiter an deren jeweilige Bedürfnisse anzupassen und eine bessere Vernetzung mit Sicherheitssystemen wie ESP, der elektronischen Bremssteuerung (BCS) oder der adaptiven Fahrwerkregelung zu ermöglichen. cm

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