Ohne Fesseln – „Tab1“ soll mehr Freiheiten beim Reifengeschäft bieten

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Gewissermaßen gleich zweimal innerhalb kurzer Zeit hat das in Rechtsrupweg bei Aurich in Ostfriesland beheimatete Autohaus Kaiser die Fesseln abgelegt. Bis vor ein paar Jahren noch Mazda-Vertragshändler, ist der Betrieb nunmehr ein markenunabhängiger Fahrzeughandel bzw. eine freie Werkstatt. Parallel zu diesem Schritt wurde zunehmend auch das Reifengeschäft forciert, wobei sich Zug um Zug die Zusammenarbeit mit der Saitow AG bzw. Tyre24 intensivierte. Von daher verwundert nicht, dass das Unternehmen seit Herbst vergangenen Jahres mit zu deren ersten paar hundert Kunden zählt, die auf die Freiheiten setzen, welche das sogenannte „Tab1“ im täglichen (Reifen-)Geschäft bietet.

Denn als eine Art mobiler Point of Sales kann dieses Zehn-Zoll-Tablet beispielsweise zur Reifenberatung direkt am Fahrzeug genutzt werden oder aber einem Kunden die Wartezeit im Betrieb überbrücken helfen, wenn sein Fahrzeug zum Service dort ist. Der mit dem Gerät mögliche Zugriff auf unzählige Rad-Reifen-Kombinationen aus dem über die Tyre24-Plattform verfügbaren Warenbestand für seinen fahrbaren Untersatz inklusive entsprechender Bildschirmvisualisierung am entsprechenden Wagenmodell könnte so Begehrlichkeiten wecken und dem Betrieb zusätzlichen Umsatz bescheren – und das einmal mehr komplett frei, also ohne Bindung an einen festen Arbeitsplatz.

... bis vor ein paar Jahren noch Mazda-Vertragshändler war, am Betriebsstandort Rechtsrupweg bei Aurich nunmehr aber als markenunabhängiger Fahrzeughandel bzw. freie Werkstatt im Markt agiert

… bis vor ein paar Jahren noch Mazda-Vertragshändler war, am Betriebsstandort Rechtsrupweg bei Aurich nunmehr aber als markenunabhängiger Fahrzeughandel bzw. freie Werkstatt im Markt agiert

 

„In der Tat haben wir viele, die mit dem ‚Tab1’ im Verkaufsraum ‚spielen’ – vor allem jüngere Kunden“, berichtet die zertifizierte Automobilkauffrau Gaby Kaiser-Lange, bei der alle Fäden in dem der Einkaufgenossenschaft Automobile e.G. (EGA) angeschlossenen Betrieb zusammenlaufen. Gleichwohl sei es – räumt sie freimütig ein – mehr oder weniger ihre Mitarbeiterin Melanie Nessen gewesen, welche bei den Rechtsrupwegern das Reifengeschäft in der jüngeren Vergangenheit maßgeblich vorangetrieben habe und letztlich eine Zusammenarbeit mit Tyre24 respektive der Saitow AG initiierte.

Als Folge dessen hat dieses Segment an Bedeutung für das Unternehmen gewonnen – als Frequenzbringer für einen freien Kfz-Betrieb letztlich aber wohl auch gewinnen müssen. „Während wir früher vielleicht so etwa 300 Reifen pro Jahr absetzten, ist diese Zahl inzwischen auf jährlich rund 1.500 geklettert“, sagt die Automobilkauffrau. Ihren Worten zufolge lagert das Autohaus Kaiser zudem in etwa 250 Kundenradsätze am eigenen Standort ein. Und weil die Firma dort außerdem noch eine Waschstraße – „die beste im näheren Umkreis“ – betreibt, sieht der für die Region zuständige Saitow-/Tyre24-Außendienstler Hendrik Bühren in ihr so etwas wie einen idealen Musterpartner für den E-Commerce-Spezialisten aus Kaiserslautern.

Unterstützt wird das Team des ostfriesischen Kfz-Betriebs nicht nur in Sachen „Tab1“ von dem für die Region zuständigen Saitow-/Tyre24-Außendienstler Hendrik Bühren

Unterstützt wird das Team des ostfriesischen Kfz-Betriebs nicht nur in Sachen „Tab1“ von dem für die Region zuständigen Saitow-/Tyre24-Außendienstler Hendrik Bühren

Zumal man gemeinsam offenbar noch so einiges vorhat, wie Bühren über die B2B-Beziehung in Sachen Reifen hinaus mit Blick auch auf die Saitow-Akquisition im Waschstraßenbereich, das Teilehandelsgeschäft oder einen irgendwann möglicherweise folgenden B2C-Reifenshop vom Autohaus Kaiser meint. Obwohl Gaby Kaiser-Lange bei der Beschaffung von Kfz-Teilen derzeit noch dem „Haus- und Hoflieferanten“ Wessels + Müller den Vorzug gibt und zudem den Eindruck hat, dass zwar viele potenzielle Reifenkäufer sich im Netz tummeln, sich dort im Vorfeld eines anstehenden Kaufes aber vorrangig informieren oder Preise recherchieren wollen. Vielfach sei sich so mancher Kunden noch unsicher, ob er wirklich das richtige bzw. auf sein Fahrzeug passende Reifen-/Rädermodell identifizieren kann und komme von daher zum Kauf dann doch lieber in den Betrieb.

Gewissermaßen von der anderen Seite des Verkaufstresens aus gesehen empfindet Kaiser-Lange es vor diesem Hintergrund als Vorteil für Betriebe von der Ausprägung der Ostfriesen, dass das „Tab1“ unabhängig von der jeweils gewählten Lizenzversion – zur Auswahl stehen „Basic“, „Profi“ und „Expert“ – immer auch den sogenannten „Käuferschutz“ mitbringt. Denn danach erhält der (B2B-)Kunde sein Geld zurück, wenn der bestellte Artikel nicht bei ihm eintrifft oder nicht der beschriebene ist. Wer will sich schließlich mit Ware rumschlagen müssen, die er letztlich nicht wirklich gebrauchen kann? Insofern hilft das „Tab1“ also nicht nur durch seinen mobilen Einsatz Betrieben dabei, sich von so mancher Fessel im Tagesgeschäft zu befreien. christian.marx@reifenpresse.de

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