Deutschland steht für 18 Prozent des Europaumsatzes im Pkw-Aftermarket

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Laut dem neuen Report „The Car Aftermarket in Europe 2014“ der Wolk After Sales Experts GmbH (Bergisch Gladbach) ist das im europäischen Pkw-Aftermarket erzielte Umsatzvolumen bis 2013 jährlich durchschnittlich um 1,9 Prozent gewachsen. Doch selbst wenn im Zusammenhang mit dem vergangenen Jahr diesbezüglich von einer „kleinen Delle“ die Rede ist, so erweise sich der Pkw-Aftermarket doch als „stabiler Wirtschaftsfaktor in Europa“, heißt es. Der gesamte Pkw-Aftersales-Markt in Europa inklusive aller für einen Pkw erworbenen Komponenten soll im Jahr 2013 jedenfalls rund 119 Milliarden Euro (nur Material, ohne Lohn) erwirtschaftet haben.

„Es handelt sich dabei um Endverbraucherpreise ohne Mehrwertsteuer. Mit Komponenten sind alle Produkte rund um das Auto bezeichnet, einschließlich Verschleißteile, Karosserieteile, Motoren, Getriebe, elektrische Teile, Zubehör, Autoglas, Chemikalien, Öl, Reifen, Lack“, erklären die Bergisch Gladbacher, laut denen in Deutschland mit 18 Prozent knapp ein Fünftel des genannten Umsatzes im automobilen Ersatzgeschäft generiert wird. „Der europäische Aftermarket ist alles andere als homogen. Im Gegenteil. Die Studie wies neun unterschiedliche Länder-Cluster aus, welche große Unterschiede im Absatz- und Umsatzverhalten aufweisen. So zahlt ein Autofahrer in Skandinavien pro Jahr rund 588 Euro für neue Pkw-Komponenten. Das entspricht einer Steigerung von fast drei Prozent im Gegensatz zu 2009. Autofahrer in Russland und Weißrussland hingegen zahlen nur 258 Euro für die Komponenten ihrer Pkw“, ist dem Report darüber hinaus zu entnehmen.

Außerdem ist von „großen Veränderungen“ in den einzelnen Märkten die Rede. Dabei wird nicht nur auf Konsolidierungen wie etwa die Übernahme Trosts durch Wessels + Müller oder die Stahlgruber-Mehrheitsbeteiligung an PV Automotive verwiesen, sondern insbesondere auch die wachsende Bedeutung des Themas E-Commerce im Teilehandel. „Oft kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass die Marktteilnehmer einem ‚chaotischen’ Marktszenario ausgesetzt sind, das keine festen Grenzen mehr kennt und in dem Konzepte, Prioritäten und Zeitpläne sich verschieben wie Speisepläne“, umschreibt Helmut Wolk, Geschäftsführer von Wolk After Sales Experts, die Situation im europäischen Aftermarket mit Entwicklungen und Veränderungen, die man vor zehn Jahren noch kategorisch ausgeschlossen habe, die nun aber zunehmend Realität würden. cm

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