Formel-1-Reifentests in Jerez offenbar vielversprechend

Das nächste Formel-1-Rennen findet am Wochenende vom 18. bis zum 20 März in Sepang (Malaysia) statt. Zur Vorbereitung haben die Teams in der vergangenen Woche ihre Boliden ausgiebig im spanischen Jerez getestet – und dabei ging es gerade auch um das Thema Reifen.

So hat das Renault-Team laut „motorsport.com“ auf der zunächst regennassen Strecke unter anderem die jüngste Generation von Michelin-Regenreifen gestestet, um dann zu den Trockenreifen zu wechseln, die auch beim auf Malaysia folgenden Rennen in Bahrain im Fokus stehen dürften. „Nachdem die Strecke getrocknet war, konnten wir unser Testprogramm wie geplant durchziehen und sind dabei in Bezug auf die Reifenentwicklung einen großen Schritt weitergekommen“, zitiert der Onlinedienst Christian Silk, Chef-Testingenieur des Rennstalls. Er sei mit der Performance der Michelin-Reifen sehr zufrieden gewesen, heißt es in dem Bericht. Michelin-Reifentests standen Aussagen von „motorsport.com“ zufolge auch bei den Teams BMW-Williams und BAR Honda auf dem Programm. McLaren-Mercedes soll jedoch angesichts der feuchten Streckenverhältnisse keine Möglichkeiten für produktive Tests gesehen haben und Toyota sei ebenfalls nur kurz vor Ort in Jerez gewesen.

Demgegenüber habe Ferrari-Testfahrer Luca Badoer sehr viele Runden mit dem neuen Dienstwagen von Michael Schumacher bzw. Rubens Barrichello gedreht, da der Rennstall nach Informationen des Newsdienstes „f1total.com“ offensichtlich darüber nachdenkt, die Ablösung des Interims-Autos mit der Bezeichnung „F2004M“ durch den neuen „F2005“ auf den 3. April nach vorne zu verlegen. „Vom Fahren her fühlt sich das Auto nicht gravierend anders an als der ‚F2004M’. Wichtig ist, wie stark die Reifen verschlissen werden, aber das finden wir nächste Woche schon noch heraus. Mein erster Eindruck ist, dass das Auto mit den Reifen konstanter umgeht als das ‚M’-Modell, aber um das beurteilen zu können, müssen wir erst bei verschiedenen Temperaturen testen“, soll Badoer in einem „Autosport“-Interview gesagt haben.

Auch Hisao Suganuma, Technischer Direktor von Bridgestone, habe bei den Tests mit dem „F2005“ ein viel besseres Reifenverschleißverhalten dieses Autos festgestellt als mit dem „F2004M“, sodass der Reifenhersteller nun auf einen möglichst baldigen Renneinsatz des neuen Ferrari-Wagens dränge. Zum Rennen nach Malaysia werden die Japaner jedenfalls drei Trockenreifenspezifikationen an die Strecke schicken sowie je eine Variante für eine feuchte und extrem nasse Pisten. „Gleich nach dem Rennen in Melbourne haben wir unsere Entwicklungsarbeit mit den Tests in Jerez fortgesetzt“, sagt Suganuma. Angesichts der dabei und beim ersten Rennen gesammelten Daten sind ist Bridgestone überzeugt, den Teams auch in Sepang leistungs- und strapazierfähige Reifen anbieten zu können.

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