Tronchetti Provera ist wieder größter Pirelli-Aktionär – Sinochem verkauft Aktienpaket

Der dominierende Einfluss Chinas auf Pirelli hat nun auch auf Eigentümerseite ein Ende gefunden (Bild: NRZ/Arno Borchers)

Die Zeit, in der Pirelli ein durch den chinesischen Staatskonzern Sinochem und damit effektiv durch China selbst kontrolliertes Unternehmen ist, ist nach elf Jahren nun endgültig an ihr Ende gekommen. Nach dem Einstieg des Chemie- und Industriekonzerns bei Pirelli 2015, hatte die italienische Regierung nach zuletzt langen Querelen um den Einfluss beim fünftgrößten Reifenhersteller der Welt erst vor wenigen Wochen eine Neubesetzung des Pirelli-Verwaltungsrates erwirkt, wonach Sinochem nur noch drei der 15 Board-Mitglieder von Sinochem bestimmen konnte – trotz eines Aktienanteils von 34,1 Prozent. Nun hat der chinesische Staatskonzern 14 Prozent seiner Aktien verkauft und wird damit zweitgrößter Pirelli-Aktionär mit 20,1 Prozent der Aktien hinter Camfin, dem Investmentvehikel von Marco Trochetti Provera; der Executive Chairman von Pirelli hält darüber weiterhin 26,2 Prozent der Aktien des Reifenherstellers. Käufer des 14-Prozent-Aktienpakets ist der tschechische Milliardär Michal Strnad, der Mehrheitsaktionär des Rüstungs- und Industriekonzerns Czechoslovak Group (CSG) ist. Strnad hat für das Pirelli-Aktienpaket 987 Millionen Euro investiert, 6,50 Euro pro Aktie.

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