„Preismoderation“ – Großhändler vom Bundeskartellamt mit Millionenbuße belegt
Das Bundeskartellamt hat gegen die Maxxis International GmbH (Dägeling), die Best4Tires Berlin GmbH (Höhr-Grenzhausen) als Rechtsnachfolgerin der 1a Berlin Tyre GmbH & Co. KG und die Reifen Müller GmbH & Co. KG (Hammelburg) sowie einen Verantwortlichen Geldbußen in Höhe von insgesamt 11,9 Millionen Euro verhängt. Den drei Unternehmen wird vorgeworfen, die Preisbildung beim Vertrieb von Reifen der Marken Maxxis und CST auf dem deutschen Reifengroßhandelsmarkt eingeschränkt zu haben. Bei der Bußgeldzumessung sei mildernd berücksichtigt worden, dass die Dägelinger und die Höhr-Grenzhausener bei der Aufklärung des Sachverhaltes mit dem Bundeskartellamt kooperiert haben, laut dem zumindest Maxxis International und die Hammelburger einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung (Settlement) zugestimmt haben. Die Bußgeldbescheide seien jedoch gleichwohl noch nicht rechtskräftig: Gegen sie kann noch Einspruch eingelegt werden, worüber das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden sowie dann den Tatvorwurf in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht überprüfen würde.

Über solche mit Best4Tires Berlin und Reifen Müller hinaus soll die Maxxis International GmbH Margengarantievereinbarungen mit noch neun anderen Reifengroßhändlern geschlossen haben, von denen einer dann wohl das Kartellverfahren ins Rollen gebracht hat (Bild: NRZ/Christian Marx)


Nur die Spitze des Eisberges.
Das Bundeskartellamt ist bestimmt schon Weiteren auf der Spur!
Mal schauen wer jetzt noch kalte Füße bekommt, um höheren Strafen zu entgehen.