Motorradmarkt im Mai „spürbar abgekühlt“
Selbst wenn per Ende Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zweistellige Zuwachsraten bei den Neuzulassungszahlen motorisierter Zweiräder in Deutschland dies nicht vermuten lassen würden, spricht der Industrieverband Motorrad e.V. (IVM) davon, dass sich „der Motorradmarkt nach einem insgesamt guten ersten Quartal spürbar abgekühlt“ habe hierzulande. Nach einem vor Monatsfrist noch bilanzierten „super April“ werden als Gründe dafür einerseits ein zu nasser Mai sowie der Umstand angeführt, dass letztgenannter Monat lediglich 18 Zulassungstage hatte. „Vor diesem Hintergrund wäre es keine Überraschung gewesen, wenn das Ergebnis etwas schwächer ausgefallen wäre, als viele nach dem starken ersten Quartal erhofft hatten. Mit gerade einmal 20.523 Neuzulassungen und einem überschaubaren Plus von 7,6 Prozent blieb der Mai allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück und fällt durchaus ein wenig enttäuschend aus“, sagt Christoph Gatzweiler, seit mehr als 25 Jahren Ressortleiter Technik beim IVM und außerdem dort unter anderem zuständig für die Zulassungsstatistiken des Verbandes. Insofern verwundert nicht, dass das Ende April aufgelaufene Gesamtmarktplus von rund einem Drittel nunmehr auf „nur noch“ ein gutes Viertel geschrumpft ist. Die im bisherigen Jahresverlauf rund 90.800 neu auf bundesdeutsche Straßen gekommenen Maschinen entsprechen in absoluten Zahlen aber immerhin noch einem Zuwachs von über 19.000 Fahrzeugen. Gleichwohl sind es damit aber auch 13.000 weniger als die beinahe 103.900 Neuzulassungen motorisierter Zweiräder, die der IVM für Januar bis Mai 2024 ausgewiesen hatte.



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