Importe aus Drittländern/China erhöhen Druck im europäischen Reifenmarkt

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Nach Vorlage ihrer Absatzstatistik den europäischen Reifenmarkt im ersten Quartal betreffend zieht die European Tyre and Rubber Manufacturers’ Association (ETRMA) einerseits eine positive Zwischenbilanz. Denn mit Ausnahme der Landwirtschaftsreifen wurden in allen anderen Produktsegmenten teils recht ansehnliche Zuwächse gegenüber denselben drei Monaten 2015 registriert. Andererseits nehme der von Importen ausgehende Druck auf den europäischen Markt aber weiterhin zu, weist die ETRMA bei alldem gleichzeitig auf einen augenscheinlich als nicht ganz so positiv empfundenen Aspekt der aktuellen Marktentwicklung hin.

An „Consumer“-Reifen für Pkw, SUVs, Transporter und dergleichen wurden von Januar bis März demnach knapp 53,3 Millionen Einheiten in Europa abgesetzt und damit 2,5 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In Sachen Reifen für Lkw und Busse wird ein Zuwachs der Verkaufszahlen um 5,4 Prozent auf annähernd 2,3 Millionen Stück berichtet, und bei den Motorrad-/Rollerreifen soll die Nachfrage um 4,4 Prozent auf gut 3,4 Millionen Einheiten zugelegt haben. Nur bei den Landwirtschaftsreifen hat der schon 2015 beobachtete Abwärtstrend weiter angehalten mit einem Minus von 6,9 Prozent auf runde 410.000 Reifen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. Wie die ETRMA darüber hinaus berichtet, sind im Zuge der Marktabschwächung im Segment Landwirtschaftsreifen auch sinkende Importe von außerhalb der EU registriert worden.

Generell aber habe der von Importen ausgehende Druck auf den europäischen Markt weiter zugenommen, heißt es. Schließlich seien im vergangenen Jahr die Importe von Lkw- und Busreifen insgesamt um zehn Prozent gestiegen und die aus China stammenden sogar um zwölf Prozent. Mit Blick auf das „Consumer“-Segment ist von einem Importwachstum in Höhe von alles in allem sechs Prozent bzw. neun Prozent mit Blick allein auf das Reich der Mitte als Ursprungsland die Rede. „Dies ungeachtet der um vier Prozent gesunkenen Reifenexporte aus China“, so ETRMA-Generalsekretärin Fazilet Cinaralp. „Darin spiegelt sich wieder, welchem Wettbewerbsdruck der europäische Reifenmarkt durch Importe aus Drittländern ausgesetzt ist, während [anders als in Europa] in immer mehr Regionen dieser Welt entsprechende Schutzmaßnahmen dagegen ergriffen werden“, ergänzt sie. cm

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