Groß- und Einzelhändler Reifen Zintl ist insolvent

Reifen Zintl mit Sitz im oberfränkischen Thiersheim unweit der Grenze zur Tschechischen Republik ist insolvent. Anfang Februar hat Inhaber und Geschäftsführer Harald Zintl beim Amtsgericht Hof einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt – als vorläufiger Insolvenzverwalter ist daraufhin der Nürnberger Rechtsanwalt Stefan Waldherr bestellt worden. Das 1988 gegründete Unternehmen entwickelte sich eigenen Aussagen zufolge „von kleinen Anfängen im Einzelhandel (…) weiter zu einem überregional bedeutenden Fachgroßhändler, der deutschlandweit und auch im benachbarten Ausland Kunden beliefert“.

Außer dem Stammsitz in im Fichtelgebirge gelegenen Thiersheim gehört noch ein Standort im rund 40 Kilometer davon entfernten Hof zu der Firma. Dieser wurde nach der Frankenpost vorliegenden Informationen 2014 eröffnet, nachdem Reifen Zintl schon zuvor kräftig expandiert habe durch die 2009 erfolgte Investition in ein Logistik-/Zentrallager in Thiersheim sowie dessen Erweiterung nur zwei Jahre später. In einem entsprechenden Bericht des Blattes ist in diesem Zusammenhang zudem die Rede davon, das Unternehmen sei wohl durch dieses Wachstum in Kombination mit einem milden Winter bzw. einem „nahezu ausgefallenen Winterreifengeschäft“ sowie nicht zuletzt wegen des hohen Wettbewerbsdruckes in der Branche letztlich in „finanzielle Schieflage“ geraten.

Betroffen davon sind demnach acht Mitarbeiter, die nunmehr Insolvenzgeld erhielten, während ansonsten der Betrieb bei Zintl derzeit wie gewohnt weiterlaufe. Die Kunden sollen vom laufenden Insolvenzverfahren jedenfalls nichts bemerken. Um die Chancen für eine erfolgreiche Sanierung ist es bei alldem offenbar gar nicht so schlecht, wenngleich im Moment freilich noch nicht absehbar zu sein scheint, wohin die Reise des bisher als Einzelunternehmen firmierenden Reifenhandels geht. Gespräche mit [potenziellen] Geldgebern und Bank vor dem Hintergrund des von Zintl verfolgen Ziels, den Betrieb „finanziell und strukturell neu zu positionieren“, liefen jedoch bereits, berichtet die Frankenpost weiter. christian.marx@reifenpresse.de

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