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Neuling „Pilot Road 4“ entscheidet Tourenreifentest für sich

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Nachdem Michelin sich den Sieg beim vorangegangenen Sportreifentest des Magazins Motorrad noch mit Metzeler teilen musste, hat man beim aktuellen Tourenreifentest des Blattes ganz allein die Nase vor. Denn der neue „Pilot Road 4“ des französischen Herstellers konnte sich letztlich mit einem Fünfpunktevorsprung bzw. einem – so das Blatt – unterm Strich klaren Sieg gegen die beiden Wettbewerbsmodelle „Road Attack 2 Evo“ von Conti und „Angel GT“ von Pirelli durchsetzen, die hinter ihm mit jeweils 220 von 250 maximal möglichen Wertungspunkten ins Ziel kamen. Auf den weiteren Plätzen folgen ebenfalls gleichauf Bridgestones „Battlax Sport Touring T30“ sowie Dunlops „Roadsmart II“ mit je 214 Punkten. Dicht dahinter platziert sich der „Roadtec Z8 Interact“ (212 Punkte) aus dem Hause Metzeler, während Avons „Storm Ultra 3D X-M“ etwas stärker abgeschlagen mit 188 Punkten Letzter des Vergleichs wird. Alle Kandidaten mussten sich „nur“ sowohl im Trockenen auf der Landstraße bzw. Autobahn als auch auf einem bewässerten Testparcours beweisen – das Verschleißverhalten wurde diesmal nicht mit untersucht und floss folglich nicht in die Bewertung mit ein. Die rote Laterne geht hauptsächlich deshalb an das Avon-Modell, weil es bei Nässe den anderen sechs Konkurrenten doch recht deutlich hinterherfuhr. „Bei idealen Straßenverhältnissen kann der Avon ‚Storm 3D’ noch einigermaßen mithalten, obwohl ihm auch da echte Highlights fehlen. Auf nasser Straße ist er dagegen hoffnungslos unterlegen“, urteilt Motorrad über diesen Reifen der zu Cooper gehörenden Marke. Am anderen Ende der Skala wird der Michelin-Reifen vor allem deshalb Testsieger, weil er die mit großem Abstand beste Nässeperfomance – Paradedisziplin auch schon seines Vorgängers – aller Probanden zeigte.

In Sachen Landstraße/Autobahn soll der Franzose gegenüber dem „Pilot Road 3“ zwar zugelegt haben, doch in Contis „Road Attack 2 Evo“ findet er in dieser Disziplin trotzdem seinen Meister. Nicht verwunderlich, dass der Conti-Reifen deswegen das Prädikat „Kauftipp Landstraße“ einheimsen kann. Der Entwicklungsschritt gegenüber dem „Road Attack 2“ noch ohne „Evo“-Namenszusatz habe sich jedenfalls gelohnt, sagen die Tester über das überarbeitete Conti-Modell. „Der ‚Road Attack 2 Evo’ brilliert weiterhin auf kurvenreichen Landstraßen, macht schwere Bikes handlicher und schließt bei Nässe auf“, lautet das Fazit der Motorrad-Redaktion, die dem gleichauf liegenden Pirelli „Angel GT“ als Tourenreifen mit ausgesprochen sportlichem Charakter beschreibt. In der Landstraßen-/Autobahnwertung bleibt er dennoch hinter dem Conti-Modell zurück, kann dafür aber bei Nässe an ihm vorbeiziehen. Von der Punkteverteilung her gesehen nahezu im Gleichschritt kommen die Bridgestone-, Dunlop- und Metzeler-Reifen über die Ziellinie. Sie liegen nur hier und da um Nuancen auseinander. So wird der „T30“ insgesamt als „ausgewogen und sehr neutral abgestimmt“ charakterisiert, der außer beim Nassbremsen aber ansonsten keine besonderen Akzente zu setzen wisse. „Beim ‚Roadsmart II’ schlägt das Pendel in Richtung Sportlichkeit – was unterm Strich heißt: viel Stabilität, weniger Handlichkeit“, ist bei Motorrad über das Dunlop-Modell zu lesen, das demnach mit Nachdruck auf Temperatur gebracht werden muss. Echte Glanzlichter konnte offenbar auch Metzelers „Roadtec Z8 Interact“ anders als dessen im vergangenen Jahr getestete „M/O“-Variante nicht setzen. „Die Leistungen sind (noch) gut, aber die Konkurrenz ist ebenfalls stark“, wird die Positionierung dieses Reifens beim aktuellen Test erklärt. christian.marx@reifenpresse.de

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