Hochspannung beim MotoGP-Lauf in Mugello

Was der Formel 1 derzeit an Spannung fehlt, macht die MotoGP-Serie – Königsklasse im Motorradrennsport – allemal wieder wett. So auch am vergangenen Wochenende beim Rennen zum Großen Preis von Italien in Mugello. Bis zur letzten Runde lieferten sich Valentino Rossi (Yamaha/Michelin), Loris Capirossi (Ducati/Bridgestone) und Nicky Hayden (Honda/Michelin) einen packenden Kampf an der Spitze, den Titelverteidiger Rossi mit dem denkbar knappen Vorsprung von nicht mal ganz 0,6 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Capirossi für sich entscheiden konnte. Auch der Abstand zwischen Capirossi und Hayden fiel beim Finish mit etwa 0,2 Sekunden nicht viel größer aus.

„Das war ein fantastisches Rennen. Ich liebe solche Rennen, auch wenn ich nicht der Gewinner bin. Der Kampf an mit Valentino und Nicky hat Spaß gemacht und war zu jeder Zeit vollkommen fair. So ein Rennen ist gut für den Sport und die Zuschauer”, so Capirossi nach dem Rennen. „Bridgestone hat wieder einen guten Job gemacht, denn die Performance der Reifen wird besser und besser. Auf einigen Strecken waren wir bislang viel besser als noch in der vergangenen Saison und fahren in der WM jetzt sogar ganz vorne mit. Das macht die erzielten Fortschritte besonders deutlich“, fügte der Italiener hinzu.

„Ich glaube, dass wir heute die Verbesserungen hinsichtlich der Haltbarkeit und der Konsistenz unserer Reifen eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben“, pflichtete ihm Bridgestone-Motorradrennmanager Hiroshi Yamada bei, der sich zugleich über den fünften Rang von Sete Gibernau (Ducati) freuen konnte. Als Zehnter und Elfter kamen mit John Hopkins (Suzuki) und Shinya Nakano (Kawasaki) zwei weiterer Bridgestone-Piloten ins Ziel, wobei Nakano erstmals einen 16-Zoll- statt der sonst üblichen 16,5-Zoll-Hinterradreifen einsetzte.

„Er sagte zwar, dass der Reifen so schlecht nicht gewesen sei. Aber sicherlich brauchen wir noch mehr Zeit das Ganze genauer zu analysieren. Trotzdem denke ich schon, dass er weiterhin den 16-Zoll-Reifen einsetzen wird“, ist Yamada überzeugt. Wie dem auch sei, nach dem jüngsten Rennen führt der Ducati-Pilot Capirossi mit 99 Punkten nach wie vor die WM-Fahrergesamtwertung an, gefolgt von Hayden (ebenfalls 99 Punkte, aber weniger Siege), Marco Melandri (89 Punkte), Dani Pedrosa (86 Punkte) und Valentino Rossi (65 Punkte), womit auch weiterhin für Spannung an der Spitze gesorgt sein sollte.

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