Keine Rohstoffengpässe in der Kautschukbranche, aber weiter hohe Kosten
Gemäß einer zum dritten Quartal durchgeführten Umfrage des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WdK) unter seinen Mitgliedern blickt die Branche derzeit etwas entspannter auf ihre Rohstoffversorgung. Bei den Kosten wird die Lage jedoch weiter als angespannt beschrieben. „Die zuvor deutlich angespannten Erwartungen auf der Rohstoffseite haben sich beruhigt. Unsere Unternehmen rechnen derzeit nicht mit kurzfristig drohenden Rohstoffengpässen“, erklärt WdK-Chefvolkswirt Michael Berthel, spricht aber zugleich von einer volatilen Situation bzw. Versorgungslage im Hinblick auf die anhaltenden Auseinandersetzungen rund um die Straße von Hormus. „Zwar ist die Verfügbarkeit der benötigten Materialien aktuell überwiegend gesichert. Die Rohstoffpreise bleiben jedoch unverändert hoch. Eine spürbare Entlastung auf der Kostenseite zeichnet sich für die Unternehmen nicht ab“, sagt er. Eine deutliche Preisnachgabe bei den Rohstoffen erwartet die Branche vor diesem Hintergrund demnach mehrheitlich nicht. „Auf eine echte Atempause bei den Kosten warten unsere Unternehmen weiterhin vergeblich“, so Berthel.

Der WdK-Rohstoffpreisindex für eine typische NK-Mischung – das Kürzel steht für Naturkautschuk – ist zuletzt auf den höchsten Stand seit rund zwei Jahren geklettert (Bild: WdK)



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