Peugeot-Rückruf wegen Erstausrüstungsreifen falscher Labelklasse
Peugeot ruft Fahrzeuge seiner Modellreihen 3008 und 5008 zurück, die im Zeitraum zwischen dem 7. März und dem 15. April des vergangenen Jahres bei dem Hersteller vom Band gerollt sind. Bei ihnen könnten Reifen einer falschen Reifenlabelklasse montiert worden sein verbunden mit Abweichungen bei den Kohlendioxidemissionen der Wagen, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) sagt. „Einige Fahrzeuge wurden mit Reifen der Klasse ‚A+‘ registriert, obwohl tatsächlich Reifen der Klasse ‚B‘ montiert sind“, heißt es ergänzend vonseiten der EU-Kommission bzw. auf den Webseiten des von ihr unter dem Namen Safety Gate betriebenen Schnellwarnsystems für gefährliche Produkte aus dem Nicht-Lebensmittelbereich. Folglich seien die in der COC-Bescheinigung – COC steht bekanntlich für Certificate of Conformity – ausgewiesenen Kohlendioxidemissionen, die von der Reifenklasse abhängen, nicht korrekt.
Vor diesem Hintergrund entsprächen die Produkte nicht der Verordnung über die Genehmigung und die Marktüberwachung von Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern sowie von Systemen, Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten für sie. „Die Reifenklasse beeinflusst den Rollwiderstand und wirkt sich somit auf die Kohlendioxidemissionen aus. Reifen der Klasse ‚B‘ weisen in der Regel einen höheren Rollwiderstand auf als Reifen der Klasse ‚A+‘“, wie als Erklärung noch hinzugefügt wird. Laut dem KBA sollen knapp 1.100 Fahrzeuge von dem besagten Rückruf betroffen sein, davon in Deutschland jedoch gerade einmal gut 20. Wenig verwunderlich sind der deutschen Behörde bisher keine Vorfälle mit Personen- und/oder Sachschäden in diesem Zusammenhang bekannt, selbst wenn das Ganze auch über das Safety-Gate-Schnellwarnsystem für „gefährliche Produkte“ verbreitet wird.



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