Reifenindustrie warnt vor zusätzlichen Belastungen hiesiger Hersteller

„Werden nur einzelne Vorprodukte belastet, während Fertigreifenimporte ungeschoren bleiben, entsteht ein neuer Wettbewerbsnachteil für europäische Hersteller“, sagt Stephan Rau, WdK-Geschäftsführer Technik und Leiter von „ReifenDeutschland“ (Bild: NRZ/Christian Marx)

Hat sich im vergangenen Jahr innerhalb des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WdK) unter dem jetzt erst bekanntgewordenen Namen „ReifenDeutschland“ eine allein die Interessen der Reifenhersteller vertretende Fraktion gebildet, so meldet diese sich aktuell in Sachen der geplanten Ausweitung des sogenannten Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) zu Wort. Hinter diesem Grenzausgleichsmechanismus in Bezug auf Kohlendioxid verbergen sich im Wesentlichen Abgaben auf entsprechende Emissionen im Zusammenhang mit in die Europäische Union (EU) importierten Produkten wie unter anderem Stahl. Eine isolierte Einbeziehung stahlbasierter Vorprodukte der Reifenherstellung würde die Produktionskosten europäischer Hersteller erhöhen, ohne gleichzeitig importierte Fertigreifen zu berücksichtigen und damit eine Verlagerung von Kohlendioxidemissionen auf sie wirksam zu verhindern, wie seitens „ReifenDeutschland“ erklärt wird. Wettbewerbsverzerrungen ließen sich nur verhindern, wenn das Ganze konsequent angewendet wird, so Stephan Rau, Leiter von „ReifenDeutschland“ und WdK-Geschäftsführer Technik.

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