„Börsenstory“ hievt Aktienkurs von Trelleborg auf neues Allzeithoch

Anleger sind bekanntlich überaus anfällig für plausible Börsenstories, die Wachstum und Gewinne oder zumindest geringere Kosten, also Synergien, versprechen. Das lässt sich nun einmal mehr am Beispiel eines weiterhin nicht konkret bestätigten Gerüchts ablesen, über das auch die NEUE REIFENZEITUNG Mitte Dezember berichtet hatte. Informationen unserer britischen Schwesterzeitschrift Tyres & Accessories zufolge soll Yokohama Tire ein Angebot von rund zwei Milliarden Dollar für Trelleborg Wheel Systems abgegeben haben. Dieses Gerücht hatte wenige Tage später sogar Maurice M. Taylor, Chairman von Mitbewerber Titan International, mit unverhohlener Kritik auf den Plan gerufen. Es hat aber ganz offensichtlich auch etliche Investoren aufhorchen lassen, die daraufhin die Aktie von Trelleborg, die in Stockholm an der Börse gehandelt wird, stark nachgefragt und sie damit auf ein neues Allzeithoch getrieben haben; in den Tagen seit der ursprünglichen Veröffentlichung am 14. Dezember erzielte der Aktienkurs ein Plus von über 15 Prozent. Der vermeintliche Käufer von Trelleborg konnte von dieser Börsenstory indes nicht maßgeblich profitieren, liegt der Aktienkurs von Yokohama Tire doch heute ‚nur‘ zwei Prozent über dem Kurs vom Tag unserer Veröffentlichung. Übrigens: Trelleborg Wheel Systems hat zwischenzeitig zumindest bestätigt, dass „externe Parteien Interesse an der Übernahme des Trelleborg-Geschäftsbereichs Trelleborg Wheel Systems“ gezeigt hätten, sich die Gespräche aber „in einem frühen Stadium“ befänden. ab

 

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