Loma: Eine Geschichte um geschmiedete Räder und gefälschte TÜV-Dokumente

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Die Berichterstattung um die Loma-Group und ihren zwielichtigen Gründer, der sich als „CEO“ einer „Weltfirma“ mit „Headquarter“ in Monaco geriert, droht zur Never Ending Story zu werden. Wir müssen aber Mario Rados mit aller gebotenen Schärfe gegenübertreten, weil er die Wahrheit in unglaublich unverschämter Art und Weise mit Füßen tritt.

Aus einem Apartment in Monaco führt er seine Felgen- und sonstigen Geschäfte quasi vom Küchentisch, dazu mit Phantom-Mitarbeiterinnen jeweils namens Katharina Senf, deren Bilder er von Internet-Agenturen hat. Das Geschäftsmodell stützt sich auf eine umfangreiche Website mit bunten Bildern. Loma-Felgen werden als etwas ganz Besonderes angepriesen, von höchster Qualität, regelrecht zugeschnitten auf Kundenbedürfnisse, weshalb nach Kaufabschluss ein wenig Lieferzeit einzukalkulieren sei. Als Vertrauensbeweis ist Zahlung bei Vertragsabschluss erforderlich. Damit hat sich der Kunde ins Risiko manövriert. Lieferzeiten können auf ein, zwei Jahre und gar mehr ausufern. Dann werden Klagen laut hinsichtlich Qualität, fehlender zugesagter Eigenschaften und anderes mehr. Erinnert sei an eine uns vorliegende Liste von derzeit mehr als zwanzig sich betrogen fühlenden Kunden, die überwiegend mit anwaltlicher Hilfe bisher erfolglos ihr Geld zurückfordern. Dass die Zahl klagender Kunden weitaus höher ist, nehmen wir als sicher an. Einer (er ist uns bekannt), schämt sich regelrecht, auf Loma hereingefallen zu sein. Es geht um Beträge zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Es ist uns kein Fall bekannt, dass eine Vorauszahlung erstattet worden wäre. Vielmehr wurden Kunden sogar beschuldigt, Beschädigungen selbst angebracht zu haben. Loma-Felgen stünden –so das Eigenlob des Großtuers Rados – für Leistung und Luxus. Bei sich betrogen fühlenden Kunden wohl eher für Schrott.

Firmenchef Rados belügt schamlos potenzielle Kunden

Firmenchef Rados führt seinen Kampf gegen Reifenpresse.de. Er belügt schamlos potenzielle Kunden und setzt unsägliche Pamphlete in die Welt. So unterstreicht der 48-jährige Serbe, der sich eigenen Angaben zufolge eineinhalb Jahre illegal in Deutschland aufgehalten hat, wes Geistes Kind er ist. Ausgerechnet er fühlt sich verleumdet, unser Ziel sei es, ihm Schaden zuzufügen. Wenn sich unsere Berichterstattung so auswirkt, hat er sich das selbst zuzuschreiben. Wir spielen nicht Polizei, Richter oder Staatsanwalt. Wir schreiben, was ist und informieren Leser so umfassend wie möglich, sensibilisieren sie, ermutigen sie, sich selbst kritisch zu hinterfragen: Worauf lässt man sich bei Auslandsgeschäften ein? Welches Gericht ist zuständig? Jedes einem Gericht vorgelegte Blatt Papier muss in dessen Landessprache abgefasst sein, bei Loma je nachdem Spanisch oder Französisch. Welche Risiken bauen sich so auf? Wieviel Geld ist im Streitfall zur Durchsetzung der Rechte einzusetzen? Lohnt es sich dann, schlechtem Geld noch gutes Geld hinterherzuwerfen? Warum eine riskante Vorauszahlung und nicht Zahlung bei Lieferung? Für unseriöse Firmen werden Aufträge ohne Vorauszahlung witzlos. Was ist über den Anbieter bekannt? Weltkonzern oder „Weltkonzern“, Hinterhofbude, One-Man-Show? Kapitalstärke? Und wie wird der Firmenchef beurteilt? Im Zweifel liegt letztlich auch im Verzicht ein Gewinn.

Es ist ungeheuer problematisch, Loma Gerichtspost zuzustellen. Rados ist ein Multi-Gründer. Ein Unternehmen ist in kurzer Folge umgezogen von Barcelona nach Marbella und weiter nach Monaco, oder es ist –so die Angaben von Mario Rados gegenüber dem Landgericht Hamburg im Dezember 2018 – „derzeit nicht mehr aktiv“. Das hindert ihn nicht, drei Wochen später dem LG Berlin an Eides statt zu versichern, seine Unternehmen in Monaco wie Marbella seien problemlos erreichbar. Inzwischen wurde dies dem LG Berlin wegen des Verdachts der Falschaussage an Eides statt angezeigt.

Im Rechtsstreit mit Loma konnten die wechselseitigen Anträge auf Einstweilige Verfügungen jedoch zügig zugestellt werden. Das will Rados als „Beweis“ ungestörter Zustellungsfähigkeit gewertet sehen. Es bleibt Humbug und wenn er noch so oft versucht, Leser und Kunden mit fieser Masche hinters Licht zu führen und für dumm zu verkaufen. Rados wollte mit Buhei ein Kräftemessen mit uns veranstalten und beantragte über seine Anwältin eine Einstweilige Verfügung. Das erwies sich als nachteilig für ihn, denn mit der Zustellung an seine Anwältin in Berlin galt die Gerichtspost auch bei ihm als zugestellt, noch bevor er sich vor Ort in Monaco eine Zustellungstorpedierung ausdenken konnte.

Der dubiose Loma-Chef macht sich zum Hanswurst

Mit dem nächsten „Beweis à la Rados“ will es der Blender richtig krachen lassen. Er jubelt: „Gerichtsvollzieher im Profil-Verlag“. Gerichtsdokumente in Einstweiligen Verfügungsverfahren werden auf dem Dienstweg über einen Gerichtsvollzieher zugestellt, die Zustellgebühr betrug 16,00 Euro. Und dann zieht der dubiose Loma-Chef vom Leder und macht sich doch nur selbst zum Hanswurst. Er will gehört haben, „Gerichtsvollzieher im Profil-Verlag“, der Verlag und dessen Geschäftsführer befänden sich „im Konkurs“ oder „stehen vor der Insolvenz“ und sitzen „in der Schuldenfalle“. So versucht ein unter Druck stehender Aufschneider und Wichtigtuer erfolglos Punkte zu sammeln. Seine blödsinnigen Verleumdungen sind ihm mittels Einstweiliger Verfügung unter Androhung von Ordnungsgeld bis zur Höhe von 250.000 Euro untersagt, doch es ficht ihn einstweilen nicht an, sodass die Verhängung eines empfindlichen Ordnungsgeldes und für den Fall der Uneinbringlichkeit die Haft für ihn beantragt ist.

Rados schreibt und redet viel. Grammatikalisch und orthografisch eines „Weltkonzerns“ unwürdig. Wenn er die Lippen bewegt, ist gefühlt nahezu jedes zweite Wort gelogen. Bleiben wir nett und sagen: Bestenfalls die Hälfte könnte wahr sein! Dem Reifenhändler Schulte-Kellinghaus tischt er eine Räuberpistole auf, unsere Berichterstattung sei durch familiäre Bande motiviert, die für den Beitrag verantwortliche Redakteurin sei mit seinem schärfsten Wettbewerber und Gegner eng verwandt und man wolle ihn so mit unzutreffender Berichterstattung treffen. Natürlich ist das frei erfunden, frech und dreist gelogen.

Auch das Thema TÜV entlarvt Lügerei und Nebelkerzen. Er sieht sich massiven Schwierigkeiten mit dem TÜV ausgesetzt und damit auch mit allen anderen staatlich anerkannten Prüfern wie Dekra, KÜS usw., weil sich Loma-Felgen bisher wegen fehlender Gutachten als nicht eintragungsfähig erwiesen haben. Wo solche Gutachten auftauchen – und das ist immer wieder mal der Fall – handelt es sich um Fälschungen oder um Papiere ohne Wert, ohne amtlichen Charakter. Das schafft Gefahren für Loma-Kunden. Wenn es zu Unfällen kommt, können Autofahrer den Versicherungsschutz ganz oder teilweise verlieren. Das muss berichtet werden und zeigt Wirkung, wie Rados einräumen muss. In seinem Pamphlet schreibt er:

Zudem haben wir schriftliche Beweise wie Sie Herr Haddenbrock bei etlichen TÜV Stellen in Deutschland angerufen haben und den Prüfern gedroht haben das jeder der LOMA Räder einträgt sich sebst in einem Zeitungsbericht ihrer werten Fachzeitschrift wiederfinden und auch noch eine Strafanzeige von Ihnen bekommt, da die Gutachten gefälscht sind. Gefälscht, wir schreiben es nochmal und Sie behaupten das, obwohl Ihnen das Gericht eine Unterlassung dazu geschickt hat mit einer Androhung von bis zu 250.000 Euro oder 6 Monaten Haft!!! Einige der TÜV Prüfer haben uns daraufhin geschrieben und uns erklärt das man keinerlei Eintragungen mehr machen wird, weil SIE HERR HADDENBROCK diese Menschen bedroht haben. Das haben wir schwarz auf weiß in etlichen E-Mails. Wir sind gespannt, was das Gericht dazu sagen wird.“

Ein halbwegs gescheiter Mensch kann solche Sätze kaum schreiben  im Wissen darum, was der Geschäftsführer des TÜV-Markenverbund uns u.a. im Oktober 2018 schriftlich gab:

  1. „Wir haben ein großes Interesse daran, dass die betroffenen Verkehrskreise vor den Machenschaften unter dem Namen Loma Wheels gewarnt werden.“
  2. „Es besteht aktuell keine Geschäftsbeziehung des TÜV-Austria zu Loma Wheels und es existieren keine wirksamen Prüfberichte des TÜV Austria zu Gunsten der Firma Loma Wheels.“
  3. „Der einzige im Jahr 2018 wirksame Prüfbericht wurde im Juli 2018 mit Bekanntwerden der gefälschten TÜV Austria-Berichte widerrufen.“
  4. „Jeder sollte, der einen Prüfbericht oder ein Teilegutachten zu Gunsten von Loma Wheels, ausgestellt von einem TÜV-Unternehmen, vor sich hat, von einer Fälschung ausgehen.
  5. „Der TÜV-Markenverbund verfolgt die durch die „Loma Wheels“ begangenen Markenverletzungen. Jedoch wird dies durch die fehlende Zustellfähige Adresse erschwert.“

Blanker Rados-Firlefanz als Lügengebilde entlarvt

Somit ist wieder einmal blanker Rados-Firlefanz als Lügengebilde entlarvt. Von wegen Chef eines Weltkonzerns mit Felgen, die für Luxus und Leistung stehen! Mit solch erbärmlichen Lügen erweist sich Rados als Lügenbold, der uns „Fake News“ am laufenden Band vorwerfen möchte. Er ist endgültig auf dem Niveau noch bettnässender kleiner Jungs angekommen. Er bleibt „gespannt, was das Gericht dazu sagen wird.“ Die Schwierigkeiten mit dem TÜV verdankt er sich selbst, allein durch unsere Berichterstattung seit November 2018 ist der ganze TÜV-Schwindel nun nur einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Die Prüfer lassen sich ohnehin nicht mehr aufs Kreuz legen, sondern werden durch ihr Computer-System gewarnt, sobald sie Loma-Wheels in das System eingeben. Das ist die „Bedrohung“ der Prüfer durch den TÜV-Verbund. Wie dumm und kindlich-naiv er sich als „CEO eines Weltkonzerns“ echauffiert, zeigt sich an seinen hanebüchenen Erklärungen zum Thema TÜV und Gutachten. Er behauptet einfach, sehr wohl im Besitz solcher Gutachten und somit auf Fälschungen nicht angewiesen zu sein. Nur macht der große Meister sein Händchen nicht auf, um die Gutachten vorzulegen. Wird er etwa vom TÜV betrogen?

Dass ein Unternehmer Gutachten fälsche, die er schon habe, das gebe es nur im Frühstücks- bzw. Familienfernsehen bei den privaten Sendern, tönt er. Gutes Stichwort. Seine Anwältin wirbt auf ihrer Website damit, den Fernsehsender Sat 1 in Familienfällen zu beraten. Ansonsten führt die Dame ihre Kanzlei wohl als Einzelkämpferin und berichtet auf ihrer Website, schwerpunktmäßig im Medienrecht, Strafrecht, Arztrecht, Medizinrecht, Familienrecht, Kaufrecht, Mietrecht unterwegs zu sein. Dann bietet sie betroffenen Fahrzeughaltern Rechtsvertretung im Dieselskandal an als ihr ganz persönliches Anliegen, „nicht nur von Berufs wegen, sondern aus Berufung“. Eine imponierende, wahrlich breite Wanderung vom Spezialistentum zur Feld-Wald-Wiesen-Juristerei. Die Advokatin gefällt sich darin, uns als Schurken zu beschreiben, die nichts anderes im Sinn hätten, als ohne jeden Grund ihrem Mandanten Schaden zuzufügen. Mag sie mit ruppig-forschen wie auch lustigen Bemerkungen beim „CEO des Weltkonzerns“ auch punkten, es wird von uns nur als anwaltliches Gewäsch abgehakt. Frau Doktor hat eine hohe Meinung von sich. Der Stern zitiert sie unter Bezugnahme auf eine Fernsehsendung in ZDF neo so:

Alexandra XY., die sich offenbar nicht genügend gewertschätzt fühlt und sich mit extremer Stutenbissigkeit zu Wort meldet: „Es ist keine Selbstüberschätzung, wenn ich Ihnen sage, dass ich es auch mit dem mittelmäßigen Äußeren von Frau B. locker aufnehme.“ Klingt so, als wolle sich eine Blondine über ihr Äußeres definieren.

Das LG Berlin konnte nicht wissen, dass ihm als „Beweis“ eine glatte Fälschung untergeschoben worden war

Auch im Umgang mit den Gerichten zeigt sie sich selbstbewusst. So lässt sie das LG Köln ziemlich hochnäsig wissen, dieses sei ja ohnehin bekannt für eine bestimmte Richtung. Dann behauptet sie, allerdings der Wahrheit zuwider, in einer Stellungnahme gegenüber dem LG Köln, wir hätten verschwiegen, dass der angegriffene Beitrag (sie meint das Pamphlet ihres Mandanten) längst vom Netz genommen worden sei. So vermuten wir, dass sie ein weiteres Mal auf Lügen ihres Mandanten hereingefallen ist, denn schon dem LG Berlin hatte sie ein Dokument des TÜV Süd neuesten Datums als „Beweis“ dafür vorgelegt, dass die Loma-Papiere koscher seien. Es mag sein, dass das LG Berlin im Einstweiligen Verfügungsverfahren gegen uns sich davon blenden ließ, aber die Kammer konnte ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass ihr mit diesem TÜV-Dokument als „Beweis“ tatsächlich eine glatte Fälschung untergeschoben worden war. Die dank dieses Dokuments vorgenommene Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist – so auch berichtet von der Fachzeitschrift Tuning Inside – längst wieder rückgängig gemacht worden. Wir legen auch dies der Kammer des LG Berlin vor.

Mario Rados spielt gern den empörten Ehrenmann. So will er einem Kunden hilfreich lediglich „Muster“ gegeben haben, damit dieser sehe, wie Gutachten auszusehen hätten. Doch einen Hinweis „Muster“ gibt es auf den übersandten und sorgsam präparierten Papieren nicht, die aussehen wie echte Dokumente. Warum und wie soll ein Händler zu TÜV-Dokumenten kommen? Warum muss ein Räderkäufer wohl wissen, wie solche Papiere aussehen sollten? Ein Räderverkäufer, ein Fabrikant, liefert die Felgen und legt die kompletten TÜV-Papiere mit bei. Der sonst so redselige Monaco-Resident schweigt dazu. Ein Kunde kann kaum zu solchen Papieren gelangen, weil Festigkeitsgutachten zu machen wären und ein Qualitäts-Management-System (QMS) nachgewiesen werden müsste. Wie sollte ein Räderkäufer das denn bewerkstelligen? Am fehlenden QMS sind Loma/Rados bisher gescheitert; das könnte auch daran liegen, dass die von Rados hoch gelobten Felgen in irgendwelchen Buden und Hinterhöfen hergestellt werden. Als der „Muster“-Fall aufflog und der Kunde Strafanzeige gegen Rados erstattete, erfolgt die Reaktion reflexartig; nach der Methode „Haltet den Dieb“ zeigte Musterknabe Rados flott seinen Kunden an. Dass gefälschte Gutachten präsentiert wurden, ist unstreitig. Dass diese Papiere von Rados zum Kunden geschickt wurden ebenso. Die Muster-Behauptung ist, was sie ist: Eine unbewiesene Behauptung des Muster-Schöpfers. So wie seiner Zeit der Download missbraucht worden war (selbstverständlich von Kunden; so der Rados-Reflex) so geriert er sich auch hier als Opfer. Was soll man glauben?

Rados behauptet, Hersteller der Loma-Felgen zu sein, nachzuprüfen war das bisher von uns nicht. Die Felgen können auch von Rados aus obskuren Quellen, irgendwelchen Hinterhoffirmen billig in den Markt gedrückt worden sein. Wir wissen es nicht; die Kunden erst recht nicht. Wir aber wissen, dass Loma-Felgen – Stand April 2019 – ohne die nicht vorhandenen TÜV-Dokumente keine Aussicht auf Eintragung in die Kfz-Papiere haben. Nicht mal mehr der  widerrufene Prüfbericht des TÜV Austria kann noch Verwirrung stiften, weil er –so das Zitat – „für sich allein stehend in keiner Weise für Änderungsabnahmen bzw. eine Eintragung in die Fahrzeugdokumente zugelassen war.“ Loma hat nichts in Händen, womit die erforderliche Eintragung in die Kfz-Papiere möglich sein könnte. Dem Gericht vorgelegte Beweise haben sich aufgelöst.

Seine Argumentation ist schwachsinnig

Auch dieses Faktum möchte Mario Rados lässig vom Tisch fegen. Im Stile eines Manipulateurs und Gauklers greift er seine Gegner im bereits erwähnten Pamphlet an. Die TÜV-Warnungen erfolgten doch nur zur Füllung der TÜV-Kasse. Ein Qualitäts-Management-System schütze auch nicht vor gebrochenen Felgen. Dass das Kraftfahrtbundesamt (KBA) ein QMS aber als unbedingte Voraussetzung  verlangt, ist für einen wie Rados bedeutungslos. Er beklagt, dass für Prüfer dann täglich 4.000 Euro zu zahlen wären und wie viele Tage es dauere, wisse man nicht. „Diese Herrschaften“ schauten sich etwas an, was mit und ohne TÜV zu machen sei, sie wollten nur zuschauen und abkassieren! Nicht eine Sekunde lang kommt er auf den Trichter, dass Vorgaben, Regeln oder gesetzliche Bestimmungen einfach auch von ihm einzuhalten sind und es auf sein erläuterndes Gefasel nicht ankommen kann. Ohne QMS keine TÜV-Dokumente, basta. Doch Rados meint, der TÜV solle sich lieber um die Dieselfahrzeuge kümmern, beklagt „Doppelmoral“ und dass „die Herrschaften vom TÜV“ die ersten seien, mit dem Zeigefinger auf jemanden zu zeigen. Lang und breit äußert er sich in seinem Pamphlet vom 6. April, welches er als Stellungnahme zu den „Fake News der Reifenpresse“ bezeichnet und schreibt sich dabei um Kopf und Kragen. Seine Argumentation ist so schwachsinnig wie die eines Rasers, der mit 130 km/h durchs Stadtgebiet braust, rote Ampeln überfährt und mit Hinweis darauf, schließlich sei ja hier nichts passiert, den Polizisten empfiehlt, die wirklichen Gangster zu fangen. Und dann gibt er ein Versprechen ab: „Wir werden nicht Wischi-Waschi-Gesetze finanzieren, damit der TÜV eine bessere Jahresbilanz erzielt.“ Das muss er ja auch nicht, es würde ausreichen, seinen reklamierenden Kunden die Vorauszahlung zu erstatten. Doch auch mit diesem Geld finanziert der im Zentrum der Balkanhalbinsel geborene Tausendsassa sein Geschäftsmodell und seinen Lebensunterhalt. Selbst seine Anwältin hat in einer Stellungnahme gegenüber dem Gericht eingeräumt, dass Loma – so nennt sie Vorauszahlungen – auf „Anzahlungen“ angewiesen ist, weil ja Zulieferer zu bezahlen seien. Einen weiteren Volltreffer auf die Lachmuskulatur erzielt Rados mit dieser Aussage: „Kunden kaufen nicht drei Mal teurere Räder, weil sie nur am TÜV interessiert sind, sondern weil sie mögen wofür die Marke Loma steht und das ist ein großer Unterschied.“ Wer so spricht, glaubt wohl auch seine eigenen Lügen. Loma ist ein Name ohne jeden Markeninhalt. Loma steht, wenn es denn überhaupt für etwas steht, bei uns jedenfalls unter dem Slogan „Loma – Forged Wheels and Forged Documents.“ Die Übersetzung des Verbs „forge“ bringt es an den Tag: „Loma, geschmiedete Felgen und gefälschte Dokumente.“

Wird das Verb fremdschämen mit Leben erfüllt

Loma-Felgen sollen Weltklasse sein, glaubt man Mario Rados. Wahrscheinlicher sind dies die wirklichen „Fake News.“ Für die Beschreibung der Produktionsstabilität und Qualität hat Rados sich den Spitznamen Münchhausen verdient, zu plump sind seine Behauptungen:

„Tatsächlich haben wir wie jeder Hersteller Ware hergestellt die nicht fest genug war und die Felgen gebrochen sind. Diese Zahl ist in elf Jahren bei 4 Stück Felgen. Das ist eine Prozentzahl die mit 0,00285 Prozent zu beziffern ist und das obwohl wir unsere Kunden dazu ermutigen am Wochenende auf die Rennstrecke zu fahren! Unsere Kollegen in den USA bewegen sich hier bei ca. 12 % und aus ASien bei ca. 46 %. Unsere Qualität, welche für Luxus und Performance steht haben wir uns über ein Jahrzehnt verdient und das haben wir auch ohne den ISO Zertifikat und TÜV Kontrolle geschafft. Der Wachstum, den die LOMA Gruppe genießt, ist auf einen weltweiten Erfolg zurückzuführen und nicht auf eine lokale Zufälligkeit aufgebaut.

 Wie einfältig muss ein so argumentierender Mann sein? Doch selbst das toppt er noch. Er schickt ein Selfie über Facebook in die Welt, das ihn im Operationshemdchen und leidend darnieder liegend zeigt. Die Narbe am Hals deutet nach Meinung eines befragten Arztes auf einen kleinen Eingriff an der Schilddrüse hin. Rados lässt sich bedauern als krebskranker Patient, nur um wenige Tage später wieder als kerniger Großstadtjunge, als Tough Guy Mario und angeblicher Workaholic, durch die Lande zu tingeln, der – so posaunt er – nun sogar „den Krebs besiegt“ habe. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt wird so das Verb fremdschämen mit Leben erfüllt.

Rados mag auf bessere Zeiten hoffen. Mit Blick auf eine neue europäische Verordnung werde es keinerlei Diktate des TÜV mehr geben, hofft er. Es handelt sich hierbei um die VO 218/858 EU, die für alle Mitgliedsstaaten der EU geltend und bindend wird. Doch auch die bringt ihn nicht weiter. Loma-Felgen müssen auch in den EU-Staaten Prüfungen über sich ergehen lassen, die sich von denen des TÜV unwesentlich unterscheiden. Eine der Kernforderungen bleibt das Vorhandensein eines Qualitäts-Managements-Systems. Ohne lückenlosen Nachweis der gesamten Lieferkette wird es kein Zertifikat geben.

Als Beitrag zur Marktbeobachtung werden wir in Kürze eine Zusammenfassung unserer Loma-Berichterstattung und die damit verbundene TÜV-Problematik in englischer und italienischer Sprache über unsere Portale Tyrepress.com und PneusNews.it bereithalten, damit die Fachpresse Loma auch außerhalb Deutschlands begleiten kann. klaus.haddenbrock@reifenpresse.de

Nachtrag 1: 

Der Krug ist zum Brunnen gegangen…….

Sowohl der Loma-Group als auch ihrem Chef Rados hat das LG Köln per Einstweiliger Verfügung untersagt, die im Loma-/Rados-Pamphlet aufgestellten Verleumdungen zu behaupten oder behaupten zu lassen. Bei Zuwiderhandlungen droht ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro. Nachdem darauf nicht reagiert wurde, haben wir einen Monat später die Verhängung eines Ordnungsgeldes, ersatzweise Ordnungshaft, beantragt. Nunmehr hat Loma reagiert und das Pamphlet zurückgezogen, es unter dem Link „supercar-blog.com“ aber wieder hochgeladen. Rados sieht sich vermutlich auf der sicheren Seite, weil – so war es in der Vergangenheit – die eine Firma mit der anderen nichts zu tun habe. Leichtsinnigerweise hat Loma/Rados den Sitz dieser „Neugründung“ in die USA verlegt, nach Miami, unter der Anschrift einer Loma-Firma. Wenn es denn diese Firmen geben sollte und es keine Rados-Hirngespinste sind, könnten sich die ihm hierzulande maximal drohenden 250.000 Euro Ordnungsgeld lediglich als ein Klacks erweisen.

Eigentlich wollten wir lediglich berichten, was zu berichten ist, und Rados einfach als Spinner und Märchenerzähler, als einen von Komplexen durchsetzten Möchtegern links liegen lassen, dessen Auftritte dank intellektueller Begrenztheit reziprok zum Können ausfallen. Dies umso mehr als dass wir zwar sicher sind, juristisch jede Auseinandersetzung mit ihm gewinnen zu können, aber große Zweifel haben, ob wir das Geld auch bei ihm eintreiben könnten, das uns per Urteil zugesprochen wird. Doch nun ist ein Punkt erreicht, von welchem an Rados lernen muss, dass er mit uns nicht spielen kann. Wir werden nun bei monegassischen Behörden und – sofern es dort eine Loma-Firma gibt –  vor US-Behörden unser Recht suchen. Und vor der Kammer des LG Berlin sowieso. kh

Nachtrag 2:

Mario Rados schreibt sich vom Felgenschmied zum Lügenschmied

Loma-Kunde Christian Mujdrica bestellte Anfang 2017 vier Felgen und bezahlte vorab 2514,62 Euro Nach mehrmaliger Aufforderung erfolgte eine Lieferung 14 Monate später. Die Felgen waren zwar für seinen Fahrzeugtyp angeboten und angeblich gefertigt, passten aber nicht, Felgen standen am Bremssattel an, Nabenzentrierung war nicht funktionsfähig, Felgen wackeln auf Radnabe. Sodann erhielt er ein Angebot von Loma, den Kauf über eine angebliche Versicherung rückabzuwickeln. Die Felgen wurden in der Originalverpackung zu Lasten des Kunden (200 Euro Fracht) nach Monaco geschickt. Soweit der Kunde.

Und nun Rados am 17. Oktober 2018: Einer seiner Ingenieure mache einen Prüfbericht, der eingereicht werde. „Sie müssen sich überhaupt keine Sorgen machen ob Sie das Geld bekommen oder nicht, da diese Versicherung genau für diese Fälle abgeschlossen wurde. Es geht nur darum das wir rechtlich zuerst Ware im Haus haben müssen und erst dann eine Erstattung einreichen dürfen. Das ist eine Regulierung der Versicherung selbst um zu vermeiden, dass man sich selbst Gelder ausbezahlt und der Versicherung vormacht, dass es sich um Kundenräder handelt. Der Versand Ihrerseits ist der Beweis der mitgeschickt wird, dass der Kunde selbst an uns versendet hat.“

Der Volltreffer erfolgt sodann am 28. Februar 2019 durch das Phantom Katharina Senf:

„Ihr Fall wurde bei uns von der Versicherung in Zürich abgelehnt und wir haben eine Anfrage gestellt, warum und um eine Begründung gebeten. Leider ist bis Dato noch keine Antwort aus der Schadensabteilung gekommen.“

Und leider wartet Christian Mujdrica weiter auf seine 2514,62 Euro. Angezeigt hat er Rados jedenfalls.

Es ist einfach nur ein Trauerspiel, sich solche Rados-Märchen auch nur anhören zu müssen, ist doch einem Kunden vollkommen gleichgültig, ob der Lieferant sich seinerseits rückversichert hat. Rados bzw. Loma haben Erstattung zu leisten, wenn Schrott oder Unbrauchbares geliefert wird. Das Geschwätz um Pseudo-Versicherungen ist, sagen wir es auf hochdeutsch, Kundenverarschung. kh

So äußern sich weitere Loma-Kunden in Forum-Beiträgen auf Berichterstattung auf Reifenpresse.de

 

 

1 Antwort
  1. Walter Kaufmann says:

    Ein Beispiel von vielen, wenn auch ein extremes. Man schaue sich mal die Umbauten von heiß begehrten Werbeträgern wie JP an. Da werden z.B. Rotiform Felgen ohne TÜV verbaut, die original Auspuffanlagen aufgeflext und modifiziert und Leistungssteigerungen ohne jede TÜV Abnahme durchgeführt.
    Ähnliche Anbieter sind Simon Motorsport, McChip DKR, BBM, Cete Automotive, Prior Design, ATT TEC, Wimmer Rennsporttechnik, PP Performance und ganz viele andere.
    Der Wettbewerb ist seit vielen Jahren verzerrt und es gibt immer noch kein Verbot illegale Tuningprodukte überhaupt anzubieten. Und da liegt das große Problem in unserem Land. Jeder Hansi der eine Webseite bauen kann und sich etwas mit Marketing auskennt, ist in der Lage Interessenten zu erreichen, denen es entweder völlig egal ist ob die Teile zugelassen sind oder die einfach keine Ahnung haben und etwas kaufen weil es schön und vermeintlich auch noch günstig ist.
    Hier versagt seit Jahren der Gesetzgeber und verscuht nun panisch mit Maßnahmen und Tuning Poser Raser Kontrollen dem Treiben Einhalt zu gebieten.
    In Zeiten von Reizüberflutung und global eng gewordenen Märkten möchte jeder einzelne „Tuner“ aber einzigartig auffallen und seiner Individualität Ausdruck verleihen. Das geht nur über entsprechende Vielfalt und außergewöhnliche Produkte.
    Die komplizierten und kostspieligen Prüfverfahren in Deutschland machen es kleinen und möchtegern Tunern aber nahezu unmöglich eine große Bandbreite mit zulässigen Papieren auszustatten.
    Und so öffnet sich der Markt für immer mehr illegale aber nicht unbedingt minderwertige Produkte.
    Das was Herr Rados da seit Jahren praktiziert und wie er Kunden, Händler und Marktbegleiter narrt ist ein Armutszeugnis für die EU, das KBA, die Prüfverbände wie TÜV/Dekra, Deutschland und auch die Gerichte.

    Hier führt jemand alle an der Nase herum und lacht sich auch noch kaputt. Egal ob nun eine oder 1000 Anzeigen…

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