O-bis-O-Faustregel greift manchmal zu kurz, meint man bei Vergölst

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Zwar ist es nun erst einmal Zeit für Winterreifen, doch bei Vergölst schaut man trotzdem schon ein wenig in Richtung Ende der Saison 2017/2018. So hält man seitens der zu Continental gehörenden Handelskette zwar die sogenannte O-bis-O-Regel, wonach Fahrzeuge von Oktober bis Ostern mit Winterreifen ausgestattet sein sollten, grundsätzlich für eine gute Orientierungshilfe für die Verbraucher. „Manchmal greift der Reifenwechsel zu Ostern aber zu kurz“, gibt Andreas Loibl, Fachbetriebsleiter bei Vergölst Reifen+Autoservice in München, gleichwohl zu bedenken. Besonders im Süden der Bundesrepublik seien auch nach Ostern niedrige Temperaturen möglich. „Die Winterreifen sollten draufbleiben, bis die Temperatur nachts nicht mehr unter zehn Grad fällt“, rät er daher. Für Frost seien Sommerreifen nämlich nicht ausgelegt – das könne dann „schnell brenzlig werden“, wie es weiter heißt. Autofahrer würden zum Teil hohe Summen in ABS, Airbags und andere Sicherheitssysteme, während die Bereifung oft nicht die gleiche Aufmerksamkeit erfahre, bestätigt Loibl zugleich einmal mehr, was in der Branche leider nur allzu bekannt ist. In diesem Zusammenhang weist auch Oliver Opree, Fachbetriebsleiter der Vergölst GmbH im rheinländischen Frechen, darauf hin, dass viele Autohalter die Wichtigkeit des Reifenwechsels unterschätzen – gerade wenn der Winter mild ausfällt.

„Der Winter ist unberechenbar. Wenn es vorwiegend mild war, fragt man sich hinterher, ob es die Winterreifen gebraucht hätte. Allerdings gab es auch im Rheinland immer wieder sehr kalte, schneereiche Wintermonate. Mit Winterreifen ist man auf jede Wetterkondition im Winter gut vorbereitet“, sagt er. Vor allem für Pendler, die zwischen dem ländlichen und städtischen Bereich unterwegs seien, könnten ein paar Höhenmeter schon viel in Sachen Eis und Schnee ausmachen. Aber auch in der Stadt sind seiner Meinung nach Winterreifen wichtig. „Eine gut geräumte Hauptstraße sagt nichts darüber aus, wie es in den Nebenstraßen aussieht“, warnt Opree. Bei alldem rät Vergölst „Sparfüchsen“ davon ab, das Profil ihrer Winterreifen bis zum absoluten Minimum herunterzufahren. „Gerade in der kalten Jahreszeit braucht es Profil“, unterstreicht Loibl unter Verweis auf einen sich bei zwei Millimeter Restprofil gegenüber dem Neuzustand (acht Millimeter) um acht Meter – 26 statt 18 Meter – verlängernden Bremsweg auf Schnee bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 40 km/h. Autohalter sollten die Reifen seiner Meinung nach daher Bremsscheiben. „Was heruntergefahren wurde, muss gewechselt werden. Alte Bremsscheiben würde kein Autohalter kaufen, aber bei den Reifen sind viele nachlässig“, so Loibl. cm

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