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Geht bei in die USA importierten Runderneuerten alles mit rechten Dingen zu?

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Als Mitglied in dem Verband hat sich ein in Puerto Rico ansässiger Runderneuerer mit einem offenen Brief an die US-amerikanische Retread Tire Association (RTA) gewandt, weil man in Sorge ist, dass in Sachen Importzölle auf aus bestimmten Länder in die Vereinigten Staaten eingeführte runderneuerte Lkw-Reifen möglicherweise nicht alles mit rechten Dingen zugehen könnte. Konkret geht es Robert W. Sherwood, Präsident der Tristani Rubber Industries Inc., dabei um importierte Runderneuerte aus (Süd-)Korea. Wie er vorrechnet würde ein Runderneuerter der Größe 11 R22.5 derzeit für rund 135 US-Dollar in den Staaten verkauft. Der gleiche Reifen würde aus koreanischer Runderneuerung zwar 98 US-Dollar kosten, doch wäre durch gut 29 Dollar Importzoll die letztendliche Preisdifferenz mit knapp acht Dollar wohl nicht so groß, dass dieses Mehr für ein Produkt aus heimischer Produktion amerikanische Kunden abschrecken würde. Allein Sherwood fehlt offensichtlich der Glaube, dass der Importzoll auch wirklich in jedem Fall gezahlt/eingetrieben wird und somit ein bei über 30 Dollar liegender Unterschied schon ins Gewicht fallen könnte.

Zumal der Tristani-Präsident bei eigenen Recherchen bzw. Nachfragen bei den zuständigen Stellen herausgefunden haben will, dass gar keine offiziellen Statistiken dazu geführt werden, wie viele runderneuerte Reifen letztlich denn überhaupt ins Land importiert werden und von wem genau. Das ganze System beruht seinen weiteren Ausführungen nach lediglich darauf, dass die verkaufenden Händler quartalsweise ein entsprechendes Formular einreichen müssen, über das die abzuführenden Zahlungen deklariert werden. Angesichts fehlender Angaben über die tatsächliche Zahl der eingeführten runderneuerten Reifen und einer mangelnden Kontrolle der vom Handel vorgelegten Zahlen spricht Sherwood in diesem Zusammenhang jedenfalls von einem reichlich intransparenten Verfahren. „Ich habe zwar keinenlei belastbare Beweise dafür, dass jemand Schindluder in Sachen der Preise importierter runderneuerter Lkw-Reifen treibt“, sagt er. Doch gleichzeitig scheine es ihm, als dass es durchaus Wege gebe, entsprechende Zahlungen zu vermeiden. cm

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