Umrüstquote sinkt – Ganzjahresreifenverbreitung steigt

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Laut dem aktuellen sogenannten Trend-Tacho, den die Kraftfahrzeugüberwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V. (KÜS) mehr oder weniger regelmäßig in Kooperation mit der Zeitschrift Kfz-Betrieb mithilfe der BBE Automotive GmbH zu wechselnden Themen rund um die Automobilbranche erhebt, werden Ganzjahresreifen bei den deutschen Autofahrern immer beliebter. Bei entsprechenden Umfrage unter 1.000 Pkw-Fahrern zu ihrem Verhalten bei Kauf, Wechsel und Lagerung der Reifen sollen in diesem April immerhin 28 Prozent gesagt haben, ihr Fahrzeug auf Allwetterreifen durch das gesamte Jahr zu bewegen. „Während 2016 noch 75 Prozent der Nutzer zwischen Sommer- und Winterreifen umrüsteten, sind es 2017 noch 72 Prozent“, so die KÜS.

Hinsichtlich der Gründe, warum nicht eine saisonale Umrüstung favorisiert wird, rangieren demnach insbesondere Kostenvorteile ganz vorne: Genannt wurde der Wegfall von Reifeneinlagerung und Umrüstkosten. Auch Bequemlichkeit spielt augenscheinlich eine Rolle, weil wohl der (Zeit-)Aufwand für den saisonalen Wechsel gescheut wird. Als weitere Argumente pro Ganzjahresreifen wurden außerdem Aussagen wie „In meiner Gegend braucht man keine Winterreifen“, „Reifen waren bereits auf dem Fahrzeug“ und „Ich fahre sowieso wenig“ angeführt. Von den Nutzern, die dennoch zwischen Sommer- und Winterreifen wechseln, erledigen der Umfrage zufolge 35 Prozent das Umstecken selbst oder mit Hilfe des privaten Freundeskreises. Zu freien Werkstätten bringe ein Viertel der Autofahrer ihr Fahrzeug und Vertragswerkstätten seien für 20 Prozent der Anlaufpunkt, während nur 13 Prozent lassen beim Reifenfachhandel sieben Prozent bei Werkstattketten umrüsten ließen, heißt es weiter. „Für den Reifenfachhandel schwindet weiter der Marktanteil. Man generiert zwar zusätzliche Geschäfte mit Inspektionen und kleineren Reparaturen, aber die Betriebe nutzen das nicht ausreichend. Hier liegt noch Potenzial, das ausgeschöpft werden kann“, schreibt KÜS-Hauptgeschäftsführer Peter Schuler in der aktuellen Kfz-Betrieb-Ausgabe.

 

Ihre Reifen lagern 66 Prozent der Kfz-Besitzer dem Trend-Tacho zufolge bei sich zu Hause ein, und 34 Prozent nutzen den Einlagerungsservice des entsprechenden Kfz-Betriebes, bei dem der Reifenwechsel stattfindet. Die Autofahrer, die den Reifenwechsel selbst durchführen, lagern den ungenutzten Satz zu 98 Prozent bei sich selbst – nur zwei Prozent nehmen Serviceangebote in Anspruch. Die höchste Kundenbindung im Bereich der Einlagerung erreichen demnach die Autohäuser. „Wer dort wechseln lässt, lagert dort auch zu 69 Prozent ein. Die Fahrer, die beim Reifenfachhandel umrüsten lassen, nutzen den Lagerservice zu 51 Prozent. Freie Werkstätten binden 44 Prozent und Werkstattketten 33 Prozent ihrer Kunden an diese Dienstleistung“, lauten weitere Ergebnisse der aktuellen Befragung. Im Hinblick darauf, ob sie binnen des nächsten halben Jahres die Anschaffung neuer Reifen planen, sollen im Übrigen 38 Prozent der Teilnehmer daran mit einem Ja geantwortet haben. Bei den Kaufwilligen stehen dabei in 39 Prozent der Fälle Sommerreifen ganz oben auf der Liste gefolgt von Winterreifen (33 Prozent) und Ganzjahresreifen (26 Prozent) – zwei Prozent sind bezüglich der Reifengattung offenbar noch unschlüssig und antworteten „weiß nicht“. cm

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