BRV gibt bei Verbraucheraufklärung in Sachen RDKS weiter Gas

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Die Pflicht zur Ausstattung aller neu zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1 mit Reifendruckkontrollsystemen greift zwar erst zum 1. November dieses Jahres, doch der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V. (BRV) hat schon mehrfach darauf hingewiesen, dass bereits vor diesem Stichtag vermehrt mit RDKS ausgestattete Fahrzeuge in den Markt und damit auch die Werkstätten von Reifenservicebetrieben kommen werden. Deswegen baut der Branchenverband seine bisherigen Bemühungen zur Aufklärung rund um diese Thematik nun noch einmal deutlich aus. Mit Blick auf die Endverbraucher geht es dabei vor allem darum, sie über die Folgekosten zu informieren, die aus einer Ausstattung ihres Fahrzeuges mit einem direkt messenden, also sensorbasierten RDKS resultieren können.

„Insbesondere bei direkt messenden Systemen muss sowohl für den Kauf eines mit RDKS-Sensoren ausgestatteten, neuen Reifensatzes als auch für den Reifenservice in der Fachwerkstatt mit Mehrkosten gerechnet werden“, so BRV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Drechsler. „Die Kosten sind in der komplexen Technik begründet, die einen zum Teil deutlich erhöhten Handlingaufwand für die Werkstätten mit sich bringt“, erklärt er mit Blick auf die Ergebnisse einer vom Verband in Auftrag gegebenen Zeitmessungsstudie. Die hatte ergeben, dass der zusätzliche Zeitaufwand pro Fahrzeug durchschnittlich zwischen 18 und gut 25 Minuten liegt – je nachdem, ob ein vorhandenes System beim Reifenersatz nur gewartet werden muss (was vorgeschrieben ist), defekte Sensoren ausgetauscht werden oder in Neuräder ohne RDKS erst die Sensoren eingebaut werden müssen. Und Werkstätten, die keinen Verlust machen wollten, müssten diesen Mehraufwand halt in Form erhöhter Servicepreise an ihre Kunden weitergeben, heißt es.

Dem BRV liegt nun vor allem daran, diese Informationen in Richtung der Verbraucher zu kommunizieren. Vor allem deshalb, damit dort nicht der Eindruck entsteht, durch die hinter alldem stehende EU-Gesetzgebung habe die Politik nur eine weitere „Kostenfalle“ gebaut, die nicht umgangen werden kann. Insofern geht es dabei natürlich auch darum, gleichzeitig die Vorteile solcher Systeme zu betonen, zumal ein nach unten vom Optimum abweichender Reifenfülldruck bekanntlich der Fahrsicherheit abträglich ist, den Kraftstoffverbrauch und damit den Schadstoffausstoß steigert sowie einen erhöhten Reifenverschleiß nach sich zieht. Deshalb legt der BRV seinen Mitgliedsbetrieben die Verwendung entsprechenden Informationsmaterials ans Herz: Neben einem Flyer hat man dazu einen RDKS-Thekenaufsteller und ein Poster entwickelt. Bestellt werden kann all dies beim BRV oder der CGW GmbH. cm

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