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Meistertreffen der GDHS: Zahlreiche Themen

Technische Neuerungen, Trends im Internethandel und Gesetzesänderungen mit massivem Einfluss auf das tägliche Reifen- und Autoservicegeschäft standen im Mittelpunkt des diesjährigen Meistertreffens der GD Handelssysteme (GDHS). Rund 350 Werkstattmeister der GDHS-Fachhandelsgruppen Premio Reifen-Service und HMI, mehr Teilnehmer denn je, waren der Einladung der GDHS an den Nürburgring gefolgt. Informiert wurde noch einmal über die fachgerechte Montage von High-Performance- und Runflatreifen, die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern, elektronische Fahrzeugkomponenten und über die neuen Autoserviceangebote der GDHS im Flottenbereich sowie die neuesten Offroadprodukte des Konzerns. Flankiert wurde das Programm von einer Hausmesse, auf der sich zahlreiche Lieferanten der GDHS präsentierten, darunter Beissbarth mit der „berührungslosen Achsvermessanlage“. Die Teilnehmer erwartete ein zweitägiges „strammes Programm“ – und das hatte es in sich.

Wer etwa glaubte, schon alles über die Montage von Runflatreifen zu wissen, wurde auf dem Meistertreffen eines Besseren belehrt. „Runflatreifen lassen sich schadenfrei montieren. Aber das kann noch lange nicht jeder und noch lange nicht mit jeder Maschine und noch lange nicht jeder mit jeder Maschine auf jedes Rad“, sagte Michael Immler, Mitglied des BRV-Ausschusses Reifen- und Autoservicetechnik und öffentlich bestellter Sachverständiger für das Reifen- und Vulkaniseurhandwerk. Gemeinsam mit der TU Darmstadt untersuchte Immler an verschiedenen Maschinen, mit und ohne Montiereiseneinsatz sowie an den verschiedensten Produkten auf den verschiedensten Felgen Montage- und Demontageergebnisse.

Gegenstand der Untersuchung waren über 130 Neureifen, über 80 Gebrauchtreifen, rund 60 Fremdmontagen durch Maschinenhersteller und Autohäuser, über 800 eigene Montagen und Demontagen des Untersuchungsteams und 400 Analysen von Markierungen, Fehlern und Montageschäden. Unter den Schäden fand sich fast alles, was man sich nur vorstellen kann – vom aufgeplatzten Innenliner bis hin zum Riss in der Wulstzehe. Immlers Fazit: „Die fehlerfreie, nicht automatisierte, Montage von High-Performance- und vor allem auch von Runflatreifen erfordert optimale Maschinen und Zubehör, eine gründliche Einarbeitung und Ausbildung des Monteurs sowie eine detaillierte Maschinenbeschreibung und ein Montagehandbuch. Für Sie sind Runflatprodukte eine Chance, Ihre Fachkompetenz unter Beweis zu stellen und sich Ihre Marktanteile zu sichern.“

Chancen für das Nachrüstgeschäft bieten Dieselpartikelfilter. Neues zu diesem Thema brachte Frank Nestroi von HJS mit zum Meistertreffen der GDHS. Vom Nachrüstgeschäft profitieren können professionelle Reifen- und Autoserviceanbieter auch beim Thema „Autogas“. Reinhold Ruhl vom Kfz-Schulungscenter und Kfz-Sachverständigenbüro Jost & Ruhl machte die wirtschaftlichen Vorteile bei der Nutzung von Autogas deutlich.

Großkundengeschäft

Die Flottenexperten der 4Fleet Group haben den Autoservice-Profis der GDHS nun den Weg zum Großkundengeschäft geebnet. Susan Budeck von der 4Fleet Group präsentierte den GDHS-Meistern am Nürburgring das Konzept: Ziel ist es, dem Flottenkunden ein optimales Rundum-Programm im Bereich der standardmäßigen Autoserviceleistungen zu bieten. Im Fokus stehen dabei vor allem Flottenfahrzeuge mit einem Alter von über drei Jahren. Aber auch an „jüngeren“ Modellen dürfen, nach Rücksprache mit dem Kunden, Autoserviceleistungen durchgeführt werden. So eröffnet sich für die Handelspartner eine gute Möglichkeit, ihre Roherträge weiter zu steigern. Und der Kunde profitiert im Gegenzug von professionellem Reifen- und Autoservice aus einer Hand.

Armin Becker von Ate und Frank Scherschmidt von Beissbarth gingen auf zwei technische Innovationen ein. Scherschmidt präsentierte die „berührungslose Achsvermessungsanlage“ und Becker führte die Teilnehmer in die elektronische Parkbremse ein und wagte einen Blick in die Zukunft der Fahrzeugtechnik: Die „Car-to-Car-Kommunikation“ werde künftig den Fahrzeugmarkt und das Verkehrsgeschehen revolutionieren. Sensoren vorausfahrender Fahrzeuge werden folgenden Fahrzeugen Informationen über Nebelbänke, Glätte oder Autopannen liefern. Selbst Drängler würden automatisch gewarnt sein. Ein europäischer Standard für diese Technologie ist bereits verabschiedet.

Thema Reifen: Dass sich der Markt vor allem im Bereich der Geländewagen und SUV durchaus erfreulich entwickelt, belegte Holger Rehberg, Produktmanager von Goodyear. Allein im vergangenen Jahr wurden in diesem Segment 200.000 Fahrzeuge neu zugelassen. Davon profitiert natürlich auch der Reifenhandel. Für die Konzernmarken Goodyear, Dunlop und Fulda war dies Grund genug, den Autoservicemeistern auch die neuesten Produkte aus diesem Segment zu präsentieren. Wie sich die richtigen Reifen im Gelände bewähren – das konnten die Teilnehmer am dritten Tag des Meistertreffens am eigenen Leibe erfahren. Nicht zuletzt der Offroad-Parcour am Nürburgring dürfte vielen GDHS-Meistern in Erinnerung bleiben.

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