Hohe Rohstoffpreise bedrohen Ergebnisse der Reifenhersteller

(Akron/Tire Review) Die Preise für Naturkautschuk sind in der ersten Jahreshälfte um 24 Prozent gestiegen und könnten bis zum Ende des Jahres ein 9-Jahres-Hoch erreichen; auch bei Synthesekautschuk, dessen Hauptbestandteil Öl ist, ist ein weiterer Preisanstieg zu erwarten. Grund ist in beiden Fällen der starke Bedarf in China, hat Bloomberg News bei Händlern und Analysten recherchiert. Die zu erwartenden weiteren Preissteigerungen könnten die Ergebnisse der Reifenhersteller negativ beeinflussen. Bridgestone, Michelin, Goodyear und Co. dürften gezwungen sein, ihre Preise zu erhöhen.

Der Conti-Kurs ist bereits im Gefolge von negativen Meldungen diesbezüglich über Michelin in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Franzosen hatten sich im Rahmen einer Roadshow vor Analysten in London pessimistisch geäußert. Auch Bridgestone und Goodyear haben in der jüngeren Vergangenheit auf höhere Einkaufspreise verwiesen, die die Ergebnisse belasten könnten. Allerdings weist Goodyear auch darauf hin, dass die Erhöhung der Rohstoffpreise teilweise auf Spekulanten zurückzuführen ist. So sei von 2001 bis 2004 der Verbrauch von Naturkautschuk um 14, die Produktion allerdings sogar um 16 Prozent gestiegen.

Statistiker rechnen vor, dass die Reifenproduktion in China in 2004 um 27 Prozent auf 239 Millionen Einheiten gestiegen sei, was einerseits auf die stärkere Motorisierung des Landes, andererseits auf eine Verdoppelung der Exporte auf 34,8 Millionen Stück zurückgeführt wird. Auch aus Indien werden starke Zuwächse gemeldet: Der Zustand des Straßennetzes verbessere sich und die Anzahl der produzierten Autos erhöhe sich deutlich.

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