Zum Jahresstart zweistellig wachsender Motorradmarkt, aber …

Zum Jahresstart zweistellig wachsender Motorradmarkt

Bei seinem Rückblick auf das bei motorisierten Zweirädern von der Umstellung von der Euro-5- auf die Euro-5+-Abgasnorm Norm geprägte vergangene Jahr hat sich der Industrieverband Motorrad e.V. (IVM) zuversichtlich gezeigt, dass deren Neuzulassungen 2026 wieder zweistellig wachsen werden. Mit Blick auf den Januar hat man eindeutig richtig gelegen mit dieser Prognose, wird gegenüber dem ersten Monat 2025 über alle Fahrzeugsegmente hinweg doch ein fast 70-prozentiges Plus auf knapp 5.500 Einheiten bilanziert. Allerdings gibt es diesbezüglich auch ein Aber – oder eigentlich sogar zwei davon. Denn einerseits ist der Januar ohnehin ein recht schwacher Neuzulassungsmotorrad im Zweiradsegment, sodass kleine Änderungen prozentual deutlich größere Effekte nach sich ziehen. Deutlich schwerer wiegt andererseits jedoch, dass die aktuellen Januar-Neuzulassungszahlen im Mittel um rund ein Fünftel bzw. ziemlich genau zwischen 20 und 21 Prozent hinter denen zu Beginn des bezüglich alldem wohl als vergleichsweise normal zu bezeichnenden Jahres 2024 zurückliegen. Angesichts dessen ist es also definitiv zu früh, um wegen der gegenüber 2025 positiven Entwicklung schon in Jubelstimmung zu verfallen, genauso wie es verfrüht ist, mit Blick auf den gegenüber 2024 negativen Trend Trauerflor zu tragen. Zumal man auf europäischer Ebene beim ACEM (Association des Constructeurs Européens de Motocycles) ohnehin die Meinung vertritt, dass für eine verlässliche(re) Prognose zur Entwicklung des Motorradmarktes das erste Halbjahr abgewartet werden müsse.

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