Gleiche Fahrzeugplattform, gleiche Rad- und Reifenprobleme

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Neben dem Opel Kombo sind auch die auf derselben Plattform basierenden Modelle Berlingo und Rifter der ebenfalls zum Stellantis-Konzern gehörenden Fahrzeugmarken Citroën und Peugeot von aktuellen Rückrufen betroffen wegen der möglichen Montage falscher Radbolzen, Problemen mit dem RDKS oder falscher Informationen auf dem Reifendrucketikett (Bild: Stellantis)

Die Fahrzeugmodelle Berlingo, Combo und Rifter der zum Stellantis-Konzern zählenden Marken Citroën, Opel und Peugeot basieren auf der gleichen Plattform. Und obwohl an Verallgemeinerungen wie etwa der in Sachen Männern – „kennste einen, kennste alle“ – eher selten wirklich etwas dran ist, so trifft das auf aktuelle Rückrufe rund um die genannten Autos tatsächlich zu. Denn gemäß der Formel drei mal drei mal drei listet die Rückrufdatenbank des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) für alle drei Modelle, sofern in den knapp drei Jahren zwischen Herbst 2023 und Spätsommer 2025 vom Band gerollt sind, die mehr oder weniger jeweils gleichen drei Probleme in Bezug auf ihre Räder und Reifen auf.

Das potenziell gefährlichste von ihnen ist ein unter Umständen drohender Verlust der Radführung bzw. eines Rades aufgrund der etwaigen Montage falscher Radbolzen. Laut KBA sind möglicherweise Stahl- anstelle der bei den Fahrzeugen vorgesehenen Leichtmetallbolzen verbaut worden: Sie könnten sich insofern „lockern und verloren gehen, was zum Lösen des Rades führen könnte“, so das KBA. Demnach sind beim Berlingo aus dem Produktionszeitraum 18. Dezember 2023 bis 30. September und dem Rifter aus dem Produktionszeitraum 27. September 2023 bis 16. Juli 2025 jeweils weltweit knapp 90 und in Deutschland fünf Fahrzeuge betroffen. In Sachen zwischen 29. September 2023 und 23. September 2025 produzierter Combo-Modelle ist von weltweit knapp 130 Einheiten und in Deutschland wiederum fünf die Rede. Als Abhilfemaßnahme genannt wird eine Überprüfung, ob die richtigen Radbolzen montiert sind, sowie gegebenenfalls ein Tausch der Radbolzen bzw. Räder.

Für alle drei Fahrzeugtypen sind zudem Rückrufe wegen fehlerhafter Informationen auf dem Reifendrucketikett sowie fehlerhafter/fehlender Warnungen ihres Reifendruckkontrollsystems (RDKS) beim KBA gelistet, wobei die dazu genannten Produktionszeiträume im Detail zwar leicht von den zuvor genannten abweichen, aber dennoch grob in den Bereich Herbst 2023 bis Spätsommer 2025 fallen. Dafür ist die Zahl der betroffenen Fahrzeuge größer. In Bezug auf die RDKS-Problemantik werden für Opels Combo (inklusive allerdings auch der Modelle Corsa und Mokka) Zahlen von weltweit annähernd 43.200 Einheiten und in Deutschland fast 12.600 genannt, während es beim Berlingo global 530 und knapp 20 hierzulande sein sollen. Mit einem fehlerhaften Reifendrucketikett sind demnach 5.200 (weltweit) bzw. gut 120 (Deutschland) Rifter auf den Straßen unterwegs sowie rund 3.100/500 Opel Combo und knapp 2.700/70 Citroën Berlingo.

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