Conti-Chef Elmar Degenhart setzt auf Motivation statt Gängelung

Continental Vorstandsvorsitzender Elmar Degenhart beschreibt gegenüber Business Insider seine Aufgabe als Chef des DAX-Konzerns folgendermaßen: „Meine wichtigste Aufgabe besteht darin, Hindernisse für die Mitarbeiter zu beseitigen. Sie sollen sich entfalten können.“ Sein Anspruch dabei: Motivation statt Gängelung. Die größte Gefahr lauere, wenn Mitarbeiter aus Angst vor Fehlern Fehler machen. Weiter heißt es, dass er das Wort Vorgesetzter nicht möge. Denn wenn jemand meine, er sei in der Hierarchie die Herrlichkeit, bleibe für Mitarbeiter nicht viel Glanz. Im Verhaltenskäfig machten sie dann allenfalls, was sie sollen, nicht aber, was besser wäre.

Perfektion sei in seinen Augen nicht die Abwesenheit von Fehlern, sondern die Anwesenheit von Charakter. Gerade in der heutigen Welt der sozialen Medien und des hierarchiefreien Umgangs gelte: „Leader ist, wer Follower hat. Menschen suchen ihre Vorbilder und Führungsfiguren, denen sie vertrauen, selbst. Und das sind nicht die Perfektionisten, sondern die Charaktere.“ Zudem sagt er gegenüber dem Nachrichtenportal: Berufsleben ist nur das halbe Leben. Seine private Erfolgsformel: Nie das private Glück aufs Spiel setzen, die Familie zu kurz kommen oder Freundschaften verkommen lassen, “denn Familie und Freunde haben mich immer gestärkt und meinen Kompass nachjustiert – ganz besonders, wenn ich meinen Weg nicht klar vor Augen hatte”. cs

2 Kommentare
  1. Jüma says:

    Wie sich jetzt zeigt,
    sind die Werte und wichtigsten Aufgaben von Herrn D.
    eine reine Lüge.
    Münchhausen hatte auch seine eigene Wahrheit.
    Der Vorstand von Continental sollte sich schämen.
    Erst den Wandel der Zeit verschlafen und jetzt die Mitarbeiter
    für das Mismanagement abstrafen.
    Ich frage mich wo hier die Motivation sein soll.
    Ist es doch nicht eher Gängelung.

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  2. Marina Brants says:

    Sehr geehrter Herr Dr. Degenhart,

    Hat man nicht mit gut 60 Jahren sein Ziel erreicht und kann mit einem guten Gehalt die Füße hochlegen und sich ehrenvoll in einen Ruhestand verabschieden, in dem man weiß, für Menschen und und ihr Wohl gearbeitet zu haben?
    „Meine wichtigste Aufgabe besteht darin, Hindernisse für die Mitarbeiter zu beseitigen. Sie sollen sich entfalten können.“
    Ist das nicht Ihr Leitsatz, dem Sie auch jetzt noch gerecht werden müssen?

    Ja, Sie sind mein Jahrgang und es ist wirklich schade, dass die Ziele, die man sich in unserem kurzen Leben steckt, so verschieden sein können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Marina Brants

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