Und was ist in Großbritannien mit dem Reifenlabel?

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Der britische Markt war zwar nicht Teil des „MSTyr15”-Projektes, bei dem in verschiedenen Ländern Europas etwaige Missstände beim Reifenlabeling untersucht wurden. Aber dank einer Anfrage der Handelsgewerkschaft Unite bei der Driver and Vehicle Standards Agency (DVSA) des Inselstaates liegen zumindest als rudimentär zu bezeichnende Erkenntnisse zu der Thematik vor. Unser englisches Schwestermagazin TYRES & ACCESSORIES berichtet insofern über eine Überprüfung von vier unterschiedlichen Websites, bei denen mehr oder weniger falsche Labelangaben registriert wurden. Dabei soll es bei den betreffenden Reifen hauptsächlich um solche aus Asien gehandelt haben, wie es unter Berufung auf Unite-Angaben heißt. Viel mehr als das kann man wohl nicht sagen, weil es laut dem britischen Department for Business, Energy and Industrial Strategy (BEIS) bislang überhaupt noch keine weitergehenden Marktüberwachungsmaßnahmen in Sachen Reifenlabeling in dem Land gegeben hat. Die DVSA hat entsprechende Aktivitäten nun aber zumindest für 2018/2019 in Aussicht gestellt. Der Grund, dass Arbeitnehmervertreter wie Unite das Thema vorantreiben, liegt offensichtlich darin, dass in der Reifenindustrie auf der Insel Beschäftigte – wie Gewerkschaftsvertreter Robert Taylor zitiert wird – „um ihren Job fürchten, während sich die Regierung noch nicht einmal dazu veranlasst sieht, die Einhaltung von EU-Regularien bei importierten Reifen zu überprüfen“. Der in Michelins Reifenwerk Stoke-on-Trent Angestellte attestiert den maßgeblichen Stellen in diesem Zusammenhang denn auch eine „überwältigende Inkompetenz“. cm

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