Quartalszuwächse bei Superior hauptsächlich dank Uniwheels-Integration

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Die Superior Industries International Inc. hat für den Zeitraum April bis Juni Quartalszahlen vorgelegt, zu denen nach Abschluss der mehrheitlichen Übernahme des Räderherstellers erstmals auch die Uniwheels AG einen Beitrag geliefert hat. Selbst wenn es sich dabei mehr oder weniger lediglich um einen Monat seit Abschluss des Deals Ende Mai handelt, so verwundert angesichts dessen freilich nicht, dass für den entsprechenden Dreimonatszeitraum in Bezug auf Ab- und Umsatz sowie EBITDA deutliche Zuwächse im Vergleich zum Vorjahresquartal berichtet werden können.

Demnach konnte man in den betreffenden drei Monaten knapp 3,8 Millionen Räder – in Nordamerika gut 2,9 Millionen Einheiten, in Europa fast 850.000 – ausliefern. Dabei geht das 23,5-prozentige Plus gegenüber den nicht ganz 3,1 Millionen Einheiten des zweiten Quartals 2016 sogar ausschließlich auf die Einbeziehung der Aktivitäten der Uniwheels AG zurück. Denn in seinem Heimatmarkt hat der bis zu deren Übernahme rein nordamerikanische Räderhersteller einen Absatzrückgang von eben fast 3,1 Millionen Einheiten auf gut 2,9 Millionen Stück respektive runden vier Prozent hinnehmen müssen. Gleichwohl hat Superior von April bis Juni dieses Jahres auch in Nordamerika für sich betrachtet seinen Umsatz steigern können: um 2,3 Prozent auf 186,9 Millionen US-Dollar. Da Uniwheels in Europa binnen des einen in der aktuellen Bilanz enthaltenen Monats noch einmal 53,7 Millionen Dollar zusätzlich beigesteuert hat, stehen in Summen unterm Strich also letztlich 240,6 Millionen Dollar bzw. ein bezogen auf die 182,7 Millionen US-Dollar des Vorjahresquartals mit 31,7 Prozent deutlich ansehnlicher ausfallendes Plus.

Ohne Uniwheels hätte das amerikanische Unternehmen beim Quartals-EBITDA allerdings einen Rückgang um 25,8 Prozent auf 20,7 Millionen US-Dollar berichten müssen. Aber der aus Europa stammende Ergebnisbeitrag in Höhe von 8,7 Millionen US-Dollar hat letztlich dafür gesorgt, dass in Summe nun eben ein Anstieg beim EBITDA um 5,7 Prozent auf 29,5 Millionen Dollar gemeldet werden kann. „Mit dem erfolgreichen Abschluss des Uniwheels-Übernahmeangebotes markiert das zweite Quartal eine spannenden Transformation für Superior“, so Don Stebbins, Präsident und Chief Executive Officer von Superior. „Diese Transaktion macht Superior zu einem der weltweit größten Automotive-Räderanbieter und vergrößert unsere geografische Reichweite deutlich, diversifiziert unsere Kundenbasis, erweitert unsere technologischen Fähigkeiten und bringt talentierte Mitarbeiter beider Unternehmen zusammenbringt. Seit dem Abschluss des Deals bin ich mit unseren Teams in Nordamerika und Europa sehr zufrieden, die fleißig daran arbeiten, unsere Geschäftsbereiche zu integrieren und Strategien zu evaluieren, um die Bedürfnisse unserer Kunden weiter zu bedienen“, ergänzt er.

Eingehend auf die aktuellen Quartalszahlen spricht Stebbins von einer leicht schwächeren Marktentwicklung in Nordamerika und einer „gewissen operativen Ineffizienz“ – umgekehrt habe man gleichzeitig vom Hochlaufen des neuen (Uniwheels-)Produktionsstandortes in Polen profitiert. „Wenn wir nach vorne blicken, sehen wir uns ungeachtet einigen Gegenwindes in Nordamerika in einer exzellenten Position, dank des sich durch die Transformation unseres Unternehmens bietenden Potenzials langfristig nachhaltiges Wachstum erzielen und bei der Profitabilität zulegen zu können“, sagt er. Vor diesem Hintergrund rechnet man bei Superior für das Gesamtjahr und selbstverständlich unter Einbeziehung von Uniwheels daher mit einem Umsatzvolumen irgendwo zwischen knapp unter und eben über 1,1 Milliarden US-Dollar. Die sollen mit 16,9 bis 17,2 Millionen verkauften Rädern eingefahren werden und dem Unternehmen ein EBITDA zwischen 135 und 145 Millionen Dollar bescheren.

„Wir freuen uns über die Chancen und Potenziale, die durch die Einbeziehung der Uniwheels-Kunden vor uns liegen. Das gemeinsame Unternehmen betreibt zwei der neuesten Produktionsstätten in der Welt einschließlich unserer Anlage in Polen, die Mitte des vergangenen Jahres eröffnet wurde und deren Produktion weiter bis zum Erreichen ihrer vollen Kapazität hochgefahren wird. Der Prozess der Integration der beiden Unternehmen ist im Gange, und wir freuen uns, weiterhin über Fortschritte in diesem Bereich berichten zu können. Über die Ergänzungen im Führungsteam durch die Akquisition hinaus haben wir zudem wichtige Änderungen in der Superior-Mannschaft vorgenommen, um die Umsetzung unserer Vision für die kombinierte Organisation zu unterstützen“, so Stebbins. cm

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