Das Winterreifengeschäft ist zum Jahresende 2015 ins Rutschen geraten

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Es ist nun offensichtlich wirklich so gekommen, wie es sich angesichts der bis Jahresende 2015 eher zu milden Witterung bereits angedeutet hatte: Vom Oktober-Schwung im Winterreifengeschäft ist schon im November nichts mehr übrig geblieben. Daten zum abgelaufenen Dezember liegen zwar noch nicht vor, doch zumindest im vorletzten Monat des gerade abgelaufenen Jahres ist der Absatz an Pkw-Winterreifen im deutschen Reifenersatzgeschäft nach der NEUE REIFENZEITUNG vorliegenden Informationen recht deutlich hinter dem des November 2014 zurückblieben.

Das diesbezügliche zweistellige Minus (gut 13 Prozent) hat trotz eines zehnprozentigen Zuwachses im Oktober dafür gesorgt, dass von Januar bis November 2015 mit in Summe bisher 16,3 Millionen Pkw-Winterreifen ziemlich genau zwischen ein und zwei Prozent weniger Reifen dieses Typs vom Handel in Richtung Verbraucher verkauft werden konnten als im selben Zeitraum ein Jahr zuvor. Und wie aus dem Markt zu hören ist, soll sich die Negativentwicklung auch im Dezember weiter fortgesetzt haben. Zumal Medienberichten zusätzlich zu entnehmen ist, dass auch seitens der Industrie davon gesprochen wird, das milde Wetter habe ihr das Winterreifengeschäft verhagelt. Unter Berufung auf entsprechende Angaben seitens des Continental-Konzerns ist in diesem Zusammenhang die Rede davon, dass der letztjährige Winterreifenabsatz der Branche wohl leicht hinter dem von 2014 zurückgeblieben sei. Dabei hat sich auch der deutsche Hersteller selbst dem allgemeinen Trend offenbar nicht entziehen können.

Darauf deuten jedenfalls die in verschiedenen Blättern wiedergegebenen Aussagen des Unternehmens hin, die sich damit von der sonst innerhalb der Branche meist üblichen Floskel „besser als der Markt“ abheben. Letztlich scheint sich die vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk e.V. (BRV) im Rahmen seiner vorläufigen 2015er-Bilanz befürchtete Fortschreibung rückläufiger Absatzzahlen an Pkw-Reifen insgesamt für das abgelaufene Jahr also tatsächlich zu bestätigen. Schließlich kann ein wieder einmal mehr oder weniger „ausgefallenes“ Wintergeschäft nicht einen ohnehin schon deutlich hinter dem Vorjahresergebnis zurückgebliebenen Absatz an Pkw-Sommerreifen kompensieren. Selbst dann nicht, wenn in letzterem Produktsegment im Oktober und November vergangenen Jahres ein kräftiges, aber wohl durch die wachsende Nachfrage nach den ihm zugeschlagenen Ganzjahresreifen beeinflusstes Absatzplus zu beobachten gewesen ist. christian.marx@reifenpresse.de

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