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„Positiv stabiles” europäisches Reifenersatzgeschäft 2014

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Mit Blick auf das abgelaufene Jahr bilanziert die European Tyre and Rubber Manufacturers’ Association (ETRMA) ein 2014 „positiv stabiles” Reifenersatzgeschäft in Europa. Gemeint damit ist, dass mit Ausnahme der Produktgruppe Landwirtschaftsreifen, von denen die Mitglieder des europäischen Reifen- und Kautschukverbandes mit gut 1,6 Millionen Stück zwei Prozent weniger an ihre Handelspartner ausliefern konnten als das Jahr zuvor, in allen anderen Teilsegmenten mehr oder weniger große Zuwächse beim Absatz Industrie an Handel (Sell-in) registriert wurden. Am deutlichsten legte dabei der Absatz an Motorrad-/Rollerreifen zu: Er wuchs um über sechs Prozent auf europaweit knapp 8,4 Millionen Einheiten.

Darüber hinaus ist mit nicht ganz 9,2 Millionen Stück die Nachfrage nach Lkw- und Busreifen 2014 das zweite Jahr in Folge gestiegen, wobei die ETRMA das diesbezügliche Plus mit 3,7 Prozent beziffert. „Obwohl sich dieses Segment von der Krise mit Einbrüchen im zweistelligen Prozentbereich noch nicht wieder vollständig erholt hat, lässt ein kontinuierliches Wachstum die Industrie hoffen, dass das Niveau von vor 2008 irgendwann wieder erreicht werden kann“, sagt Fazilet Cinaralp, Secretary General der ETRMA. Dabei ist das Wachstum allerdings gar nicht so kontinuierlich, wie ein Blick auf die Entwicklung der einzelnen Quartale zeigt.

 

Waren schon im ersten Halbjahr kleiner werdende Zuwächse zu beobachten, kippte das Ganze in der zweiten Jahreshälfte dann sogar immer weiter ins Minus. Dabei beschränkt sich dies keineswegs allein auf das Segment Lkw-Reifen, sondern gilt abgesehen von den Zweirad- analog ebenso für Landwirtschafts- wie für Pkw-Reifen. Im Hinblick auf letztere Produktgruppe spricht denn auch die ETRMA selbst davon, dass nur die „extrem gute Absatzentwicklung“ während der ersten sechs Monate dafür gesorgt hat, dass die Gesamtbilanz bei Pkw-Reifen nicht ins Minus kippte und sich mit in Summe fast 197,0 Millionen Stück 2,1 Prozent im Plus präsentiert.

Dabei wird im Zusammenhang mit der schwachen Nachfrage nach Pkw-Reifen in der zweiten Jahreshälfte vor allem auf den vergleichsweise milden Winter als wohl einen der Hauptursachen verwiesen. Denn positive Impulse für das Wintergeschäft seien damit ausgeblieben. Habe man sich nach den guten Absatzzahlen zu Jahresbeginn 2014 noch Hoffnung auf ein – so Cinaralp – „noch größeres Marktwachstum“ gemacht, so ist man nach einem Absatzminus bei Pkw-Reifen 2012 und einem in diesem Segment darauf folgenden Jahr der Stagnation bei den Verkäufen offensichtlich froh, dass 2014 letztlich wenigstens ein kleines Plus übrig geblieben ist in dem bezogen auf die Stückzahlen größten Marktsegment. cm

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