Russen und Chinesen rücken auch bei Synthesekautschuk dichter zusammen

In den Medien war in den letzten Tagen viel von dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in China die Rede, bei dem es um ein Zusammenrücken beider Länder hinsichtlich Gaslieferungen ging. Dabei sei nicht unterschlagen, dass die beiden großen und staatsnahen Konzerne aus Russland Sibur und aus China Sinopec (China Petroleum and Chemical Corporation) ihre bereits bestehende Vereinbarung vertiefen und Putin sowie der chinesische Präsident Xi Jinping entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet haben.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die beiden Unternehmen ein Joint Venture gegründet, bei dem Sinopec 25 Prozent plus einer Aktie an der Krasnoyarsk Synthetic Rubber Plant JSC (KZSK) übernahm und ein Mitglied in den Aufsichtsrat von KZSK entsandte. 2013 ging es um die Ausweitung der Jahreskapazität der KZSK, die auch die Reifenindustrie beliefert, von 42.500 auf 56.000 Tonnen.

Die Schaffung eines zweiten Joint Ventures von Sibur und Sinopec zur Herstellung von 50.000 Jahrestonnen Synthesekautschuk in einem neuen Werk im Shanghai Chemical Industry Park (ca. 50 Kilometer südlich der Metropole) wurde jetzt durch einen Vertrag der beiden Politiker besiegelt: An diesem zweiten Joint Venture wird nun das chinesische Unternehmen 74,9 und das russische 25,1 Prozent  halten. Das zu errichtende Werk soll auf eine Jahreskapazität von 50.000 Tonnen Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR) ausgelegt werden und vor allem die Reifenindustrie beliefern. detlef.vogt@reifenpresse.de

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