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Cooper bringt Premiummarke nach China

Die Cooper Tire & Rubber Co. sieht sich selbst nicht als Nachzügler, nun, da der amerikanische Reifenhersteller die Vermarktung seiner Premiummarke auf dem chinesischen Markt beginnen will. Dort sei der Wettbewerb ausländischer Reifenkonzerne – etwa Bridgestone, Michelin oder Goodyear – zwar bereits im Gange, so die Shanghai Daily, Cooper-CEO Thomas A. Dattilo sieht den gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings als „genau richtig“ an. Denn es gebe weiterhin großes Wachstumspotenzial auf dem chinesischen Reifenmarkt, der irgendwann die Ausmaße des amerikanischen Marktes annehmen könnte. Cooper hatte am vergangenen Wochenende aus Anlass des A1-Grand-Prix-Rennens in Shanghai bekannt gegeben, man werde künftig die Marke Cooper in China vertreiben. Cooper ist Exklusivausrüster der Rennserie und seit kurzem Mehrheitseigner eines Jointventures mit Shandong Chengshan Tire Co. Ltd., dem drittgrößten rein chinesischen Reifenhersteller im Land. Chengshan Tire hatte für 2005 eine Jahreskapazität von rund 9,5 Millionen Einheiten gemeldet.

Da Cooper mit Abstand den größten Teil seiner Produktion auf den Ersatzmärkten und nur einen geringen Teil in der Erstausrüstung verkauft (etwa in Großbritannien), gebe es ideale Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung der Marke Cooper auch in China. Dort seien während der vergangenen drei Jahre in einem „Autofieber“, so die Shanghai Daily weiter, zahllose Pkw verkauft worden, für die jetzt Ersatzbedarf anstehe. In 2003 etwa wurden in China knapp zwei Millionen Pkw verkauft, das sind 75 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Laut chinesischer Industrieverbände sind in 2004 rund 239 Millionen Reifen in China gefertigt worden, die einen Marktwert von etwa 9,83 Milliarden US-Dollar hatten; im vergangenen Jahr seien dies bereits über 300 Millionen gewesen. Dattilo hofft, dass Cooper während der kommenden Jahre einen „aggressiven“ Jahresumsatz in China in Höhe von einer Milliarde Dollar erzielen kann. Im chinesischen Kunshan baut Cooper gemeinsam mit Kenda Rubber aus Taiwan eine Jointventure-Fabrik, in der ab diesen Herbst etwa zehn bis zwölf Millionen Reifen gefertigt werden sollen.

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