Feuer im Bridgestone-Werk beeinflusst Aktienkurse

Obwohl Analysten laut Automotive News Online davon ausgehen, dass das mittlerweile gelöschte Feuer in dem japanischen Bridgestone-Reifenwerk Tochigi nicht zu so großen Lieferausfällen führt, als dass diese nicht durch eines der anderen acht inländischen Werke bzw. über 40 Fabriken weltweit des Reifenherstellers ausgeglichen werden könnten, haben Bridgestone-Aktien am 9.9. an der Tokioter Börse rund sieben Prozent ihres Wertes eingebüsst. Gleichzeitig legten die Wettbewerber Yokohama und Sumitomo Rubber um mehr als fünf Prozent zu, als bekannt wurde, dass beispielsweise Mitsubishi gegebenenfalls auf Produkte anderer Hersteller zurückgreifen wolle, um den eigenen Erstausrüstungsbedarf decken zu können. „Wir werden alles tun, um die Auswirkungen auf unsere Kunden so gering wir möglich zu halten. Derzeit wissen wir jedoch noch nicht, wann wir die Produktion wieder aufnehmen können oder wie groß das Ausmaß des Schadens in dem Werk tatsächlich ist“, zitiert Automotive News die Bridgestone-Sprecherin Setsuko Ozaki.

Nach Informationen des Online-Dienstes werden im Werk Tochigi monatlich etwa 6.700 Tonnen Pkw-, Lkw- und Busreifen gefertigt, was etwa 13 Prozent der inländischen Produktion entspreche. Selbst bei einem einen ganzen Monat andauernden Ausfall des Werkes würde dies den Operating Profit des Unternehmens nach Schätzungen des Deutsche Bank-Analysten Kunihiro Matsumoto dennoch nur um rund 8,6 Millionen US-Dollar nach unten drücken. Hinzu könnten noch höhere Kosten für den Transport von Reifen aus anderen Werken zu den Kunden kommen sowie Mehrausgaben für Extraschichten zur Kompensation des Produktionsausfalls in der vom Feuer betroffenen Fabrik. Des Weiteren müsse die 17.000 Quadratmeter umfassende Mischungsabteilung, in welcher der Brand ausgebrochen sei, wieder aufgebaut und in Mitleidenschaft gezogene Maschinen ersetzt werden.

Nachdem Bridgestone vor kurzem erst bekannt gegeben hatte, die Produktionskapazitäten in Tochigi ausbauen zu wollen, sei es nach den Worten Ozakis nun durchaus denkbar, dass in Abhängigkeit der noch genauer festzustellenden Höhe des Schadens in dem in Mitleidenschaft gezogenen Werk, diese Entscheidung zu Gunsten einer anderen Produktionsstätte revidiert werden könnte.

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